Thailand

Es leben an die 67 Millionen Menschen in Thailand und liegt somit grössenmässig auf der Weltrangliste auf Platz 51. Bis 1939 war der offizielle Name Siam. Thailand bedeutet frei übersetzt "das Land der freien Menschen" und es weisst daraufhin, dass es eines der wenigen Länder der Region ist, das sich niemals unter europäischer Kolonialmacht befand. Die Arbeitslosigkeit liegt durchschnittlich bei einem Prozent. Das klang so verblüffend, dass ich das näher untersuchen musste. Da dies praktisch bedeutet, dass es fast keine reelle Arbeitslosigkeit gibt und wäre somit eine der geringsten auf der Welt. Natürlich kann man diese Zahl diskutieren. Es gibt einen Grossteil an Saisonarbeitern und viele arbeiten auch als Verkäufer in den zahlreichen Strassenbuden und verkaufen alle möglichen Sachen. Das muss man natürlich auch als Arbeit zählen, aber ob auch diese wirklich ein Einkommen erzielen, sei dahin gestellt und taucht auch nicht in der Statistik auf. Ein Prozent steht für die aktiv Jobsuchenden und kann somit am ehesten repräsentativ sein. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man in Dänemark die Regeln für die Selbstständigkeit erleichtern könnte, damit es einfacher wäre ein eigenes Unternehmen zu gründen. Wir müssen es nicht ganz so wie in Thailand machen, aber wir könnten uns gerne von einigen der “Best Practises” inspirieren lassen!?

Das einzige was wir von unserem vierwöchigen Aufenthalt in Thailand erwartet hatten, war Sonne, Strand und Meer und genau das haben wir erhalten. Es sollte eine Art "Einleitung” oder "Aufwärmen" sein für unsere einjährige Weltreise.

Bangkok

Bangkok

Man kann von Thailand halten, was man will. Auch ich hatte meine Vorurteile: Sextourismus, alte, westliche und übergewichtige Männer in Boxershorts auf Liegestühlen am Strand, massgeschneiderte Anzüge aus fraglicher Qualität, endloslange Reihen von Buden und Läden, die Kopiekram zu Billigpreisen anbieten. Ja, ja, die ganze Bandbreite und es wurde alles auch bestätigt! Und man darf natürlich auch nicht all die positiven Dinge vergessen! Wir haben genau das bekommen, was wir erwartet haben und es war eine perfekte Einstimmung für unsere lange Reise. Gerade weil Thailand es gewöhnt ist, mit Touristen umzugehen. 

Selbst wenn der Gedanke einer einjährigen Reise mit dem Rucksack echt cool und spannend klingt, können wir doch dies nicht als Familie mit einem Kleinkind umsetzen. Wir können nicht in einem Hostel im Mehrbettzimmer übernachten. Wir brauchen als Familie ein bisschen mehr Flexibilität, Ruhe und Privatssphäre, als wenn nur wir zwei Erwachsenen unterwegs wären. Und genau dafür ist Thailand perfekt. Die Nebensaison hat gerade bei unserer Anreise Anfang April 2013 begonnen. Die Hotels boten daher unglaublich günstige Übernachtungspreise an. Preise für die man normalerweise in Kopenhagen ins Kino geht und dazu einmal Popcorn und eine Cola bekommt.

Wir wollten mit drei Wochen in Phuket im südlichen Thailand beginnen. Ein Ort, der nach einer Touristenmaschine klingt, da sich dort die vielen Nationalitäten nur so stapeln. Und das tun sie tatsächlich! Aber es gibt viele Gründe, warum es so viele Millionen von Touristen jedes Jahr auf das Neue dorthin zieht. Die Strände sind wirklich fantastisch! Die Wärme ist einfach wohltuend für Körper und Seele. Die Freundlichkeit der Menschen kommt mir wesentlich aufrichtiger vor, als an jedem anderen Ort, an den ich je besucht habe. Und dann bezahlt man für das Essen nur einen Zehntel, was es normalerweise in unseren Breitengraden kosten würde. Es ist wirklich BILLIG Essen zu gehen. Selbst in den touristischsten Restaurants kann man sich für wenig Geld satt essen. Schnell haben wir herausgefunden, dass das Restaurant in unserem Hotel das billigste in der Gegend mit einer sehr guten thailändische Küche ist und es wurde daher eines unserer Lieblingsrestaurants.

Lokale beder i et tempel

Lokale beder i et tempel

In Thailand bezahlt man als Tourist generell mehr als ein Einheimischer. Selbst wenn man denkt, dass das Essen wirklich billig war, so hätte man als Einheimischer noch weniger bezahlt. Darüber kann man jetzt natürlich sauer werden, aber andererseits, ob ich jetzt als Einheimischer 1,30 oder 1,50 Euro für ein Gericht zahle, oder andererseits 2,40 Euro zahle, macht auch nicht wirklich einen grossen Unterschied, als dass es grossartig was ausmachen würde. Obwohl wir als Rucksacktouristen mit einem kleinen Budget unterwegs sind, bin ich davon überzeugt, dass wir im Grossen und Ganzen mehr Geld zur Verfügung haben als ein Einheimischer in Thailand. So ist es absolut in Ordnung, dass sie günstiger essen als wir. Ich werde nur ärgerlich, wenn ich merke, dass ich für dumm verkauft werde und von mir abartige Summen für Kopieware, Ausflüge oder andere Serviceleistungen verlangt werden. Je länger wir blieben, desto mehr regte ich mich genau über diese Sachen auf. Und das ging Hand in Hand je besser wir uns auskannten und das Gute vom Schlechten unterscheiden lernten.

Es gibt eine Reihe von Fallgruben, aber ich möchte nur eine elementare Grundregel nennen: Wenn ein Taxi ein Schild auf dem Dach hat, dass “Taxameter” sagt, dann sollte man verlangen, dass auch dies benutzt wird. Das Problem ist nur das sich dann viele Taxifahrer weigern einen mitzunehmen. Wenn man also wirklich schnell z.B. zurück in das Hotel will und der Taxifahrer kommt mit der blöden Entschuldigung, dass das Taxameter kaputt ist, dann sollte man wenigsten vorher den Preis absprechen. Das gleiche gilt auch für Tuk-Tuks. Die fahren allerdings nicht mit einem Taxameter, daher ist es ausserordentlich wichtig, dass man sich davor auf einen Preis einigt. Genau diesen Fehler haben wir in Bangkok begangen und mussten daher viermal so viel für eine Fahrt zahlen als sie eigentlich normalerweise vom Palast bis zu unserem Hotel gekostet hättet.

The Grand Palace, Bangkok 

The Grand Palace, Bangkok 

Vor unserem Hotel in Bangkok begrüssten wir jeden Tag die selben Gruppe von eifrigen Taxifahrern, die uns jedes Mal fragten, ob sie uns nicht in ein Einkaufscenter, zu einem Tempel, Palast oder ähnliches fahren sollten. Jeden Tag schlugen wir dies auf das Neue aus, da wir lieber die lokale Fähre oder den Wasserbus nehmen wollten. Aber genau an einem Tag mit einem tropischen Regen wollten wir uns in eines der berühmten Einkaufszentren fahren lassen. Einer der Taxifahrer, der die ersten vier Tage sehr hinter uns her war, verlangte 400 Baht für eine Fahrt, die mit dem Taxameter nur 85 Baht, ein bisschen über zwei Euro, gekosten hätte. Wir wären auf 200 Baht eingegangen und nahmen schliesslich dann ein Angebot von einem anderen Taxifahrer zu 150 Baht an. Es hat ja auch in Strömen geregnet. Übrigens der Taxifahrer mit den 400 Baht hat die restliche Zeit unseres Aufenthalts nicht mehr mit uns geredet und ich habe ihn auch nicht gesehen, wie er andere Kunden hatte. Wäre interessant zu wissen, ob sein Geschäft auch wirklich Gewinn abwirft!

Wenn man davon ausgeht, dass man überall über den Tisch gezogen wird und man dann   dementsprechend aufpasst, so KANN man tatsächlich auch einige gute Käufe machen. Wir reisen mit wenig Platz in unseren Rucksäcken und momentan passt gerade so alles millimetergenau hinein, was wir brauchen. Es gibt von vornherein keinen Spielraum für irgendwelche Einkäufe, ausser natürlich, man wirft etwas weg. Also kamen wir gar nicht grossartig in die Versuchung etwas zu kaufen. Meiner Meinung nach ist es schlechter Stil, wenn man Kopieware kauft. Es muss aber anscheinend einen grossen Bedarf geben, sonst würden nicht so viele Produkte kopiert und verkauft werden. Selbst Produkte, die im vornherein schon billig sind und man denken sollte, dass es sich überhaupt nicht lohnt diese zu kopieren. Von meinen H&M Hemden habe ich allerdings keine Kopie gesehen. Nur in dem vorher erwähnten Einkaufscenter, wo die absolute Oberklasse einzukaufen pflegt, sahen wir die Orginalprodukte in den Schaufenstern. Es war merkwürdig die Preisschilder zu lesen, nachdem wir all die Wochen nur den unechten Fummel gesehen haben und man die Preise verhandeln konnte. 

Andererseits haben wir gerne Geld für Massage, Manicure und Frisör ausgegeben. Das kostet in Thailand, selbst in den besseren Hotels, lang nicht so viel, was man dafür in Dänemark und Deutschland bezahlen würde. Und wenn man sich ein bisschen davor erkundigt, dann kann man sogar noch ein bisschen mehr Geld sparen. Ich habe z.B. mehrere Male eine Fussmassage bekommen. Überall war der Preis 300 Baht, aber in dem ersten Laden war das nur für 45 Minuten, woanders für eine Stunde. Es kann sich also wirklich lohnen, sich vorher ein bisschen schlau zu machen!

Anton ude for at snorkle på sin 3-års fødselsdag

Anton ude for at snorkle på sin 3-års fødselsdag

An Antons dreijährigen Geburtstag wollten wir ihm natürlich etwas besonderes bieten und haben uns einen Bootsausflug mit Schnorcheln gegönnt. Es sollte zu drei verschiedenen kleinen Inseln ab Phuket Stadt mit einem Speedboot gehen. Obwohl dieser Ausflug für den Massentourismus ausgelegt war, war unser Hauptanliegen mit Anton einen schönen Geburtstag zu haben. Und den hatte er tatsächlich! Er war Feuer und Flamme, dass er mit einem Schnorchel “tauchen” durfte. Schwimmen kann er noch nicht, aber Alexandra sprang zusammen mit ihm in das Wasser und sie sahen tropische Korallenfische im klaren blauen Wasser, während ich an Bord blieb und fotografierte und versuchte meine Übelkeit von dem hin und her wippenden Speedboot zu ignorieren. Es hätte bestimmt geholfen, wenn ich selber in das Wasser gesprungen und mit allen anderen Schnorcheln gegangen wäre. Auf die Idee kam ich erst später!

Wir wollten auch die echte thailändische Kultur erleben. Und das kann ja wirklich alles sein von Musik, zu Kunst und Geschichte, oder Sehenswürdigkeiten, wie Tempel und religiöse Wahrzeichen. Davon haben wir bestimmt viel gesehen, besonders in Bangkok. Nur im Wat Pho oder im Grossen Palast oder einer der vielen anderen Tempel kann man sich gut und gerne tagelang aufhalten und die Eindrücke der Jahrhunderte aufsaugen. Viele Touristen zog es an diesen ummauerten Sehenswürdigkeiten, aber es kam mir nie so vor, als würde man sich auf die Füsse treten. Es war so gross, dass man in aller Ruhe und in seinem Tempo umherwandern und Ecken finden konnte, wo es ganz leise und beschaulich war. Wir sassen oft alle drei zusammen, unterhielten uns leise und schauten uns in aller Ruhe  um. Selbst unseren nur dreijähriger Anton war es schnell klar, dass man in Tempeln und ähnlichen Plätzen nicht laut reden durfte. Und er behielt sich das als Regel im Gedächtnis. Er ist ja nur ein kleines Kind und in diesem Alter sollte man doch seine Begeisterung und seinen Spass impulsiv zeigen können. So war es manchmal ziemlich schwer leise zu sein, nichts anzulangen und auf nichts klettern zu dürfen und oft ist es ihm nicht gelungen sich an diese Anweisungen zu halten. Zum Glück sind die Thailänder kinderlieb und sehr nachsichtig, Anton bekam nichts anders als ein freundliches Lächeln.

Das moderne Thailand aus den Reisekatalogen mit den Traumbildern existiert nur an den touristischen Reisezielen. Der wirkliche Alltag der Thailänder unterscheidet sich markant von diesen traumhaften Bildern. Selbst wenn die Armut allgegenwärtig ist, so ist doch der Lebensstandard an einigen Orten nicht der schlechteste. Egal ob am der untersten oder der obersten sozialen Schicht angehört, ist der Glaube ein sehr wichtiger Bestandteil des Lebens. Um die 85% der Thailänder sind Buddhisten. Dazu auch noch praktizierend! Überall sahen wir sie mit gefalteten Händen leise betend, wenn wir an den Tempeln oder an den Buddha Statuen vorbeikamen. Dies bedeutet auch, dass man generell respektvoll mit anderen Menschen umgeht und nach den buddhistischen Grundregeln lebt. Diese Regeln besagen auch, dass man nicht stehlen, keinen unpassenden sexuellen Umgang haben, keinen Alkohol trinken und nicht lügen darf. Übrigens ist es Gang und Gäbe, dass man als junger Mann einmal in seinem Leben eine kurze oder längere Zeit als Mönch in einem Tempel leben sollte. Das gehört zum Prozess erwachsen zu werden. Wie lange man tatsächlich bleibt, hängt von einem selber ab, aber es sollte mindestens eine Woche sein.  

Vores favorit gade-restaurant i Bangkok 

Vores favorit gade-restaurant i Bangkok 

Die buddhistischen Werte und deren Bedeutung für die Gesellschaft sind meiner Meinung nach die Grundsäulen der thailändische Kultur. Es ist ein Teil ihres Lebensstils! Ob es nun in der Stadt ist, oder am Land, ob man ein hohes oder niedriges Einkommen hat, ist gleichgültig. Jedes Mal beim Bezahlen wird sich verbeugt und vielmals bedankt. In den Restaurants kommt die Rechnung immer in einen kleinen geschlossenen Umschlag oder auf einem kleinen Tablett, wo man sein Geld hineinlegen kann. Auch da wird sich verbeugt und die Hände zum Dank vor der Brust gefaltet. Das ist ein Zeichen von Respekt gegenüber dem Geld. Den selben Respekt bringt man dem König, König Bhumibol Adulyadej, entgegen, dessen Bild man auf den Geldscheinen findet. Nicht nur dort, auch sonst überall hängt mindestens ein Bild von ihm in jedem Haushalt. Die Thailänder schätzen aufrichtig ihre Monarchie und haben gegenwärtig einen der am längsten regierenden Monarchen. Die letzten Jahre war der König ernsthaft krank und hat die meiste Zeit in einem Krankenhaus in Bangkok verbracht. Man hat ihn schon länger nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Das erklärt auch die Tatsache, dass die formellen Porträts und Bilder älteren Datums sind. Aber das spielt keine Rolle! Man behandelt schliesslich den König mit Respekt. Daher blickt man relativ bekümmert in die Zukunft, wenn es ihn nicht länger geben sollte. Sein Sohn, Kronprinz Vajirailongkorn, ist lang nicht so beliebt und geliebt wie sein Vater, und daher wird sogar vom Ende der Monarchie geredet.   

Oft wohnt die ganze Familie zusammen. Mehrere Generationen. Wenn auch noch irgendeine Art von Geschäft betrieben wird, so befindet sich dies in der untersten Etage eines meist zwei bis dreistöckigen Hauses. Sei es ein Restaurant, ein kleiner Supermarkt oder eine Werkstatt. Ganz hinten im Erdgeschoss ist dann eine Treppe, die nach oben in die privaten Gemächer der Familie führt. Nicht sehr gross und garantiert nicht viel Platz für Privatssphäre. Am Anfang haben ich das mit europäischen Standards verglichen, mit den grosszügigeren Platz, der uns zur Verfügung steht. Wo auch immer ich gewohnt habe, hätten mindestes zwei Thai Familie zusammenleben können. Sogar mehre Generationen zusammen. Sie sind es einfach nicht anders gewöhnt. Und ich hätte gerne noch ein Extrazimmer gehabt. Es ist auch erstaunlich, dass sie keine eingebaute Küche haben. Entweder hat man eine Paar Gaskocher draussen, oder man mutet sich selber nicht diese Art von Arbeit zu und geht stattdessen in die Garküche um die Ecke. Für so wenig Geld könnte man selber nicht das Essen zubereiten.

En frugtbod i Phuket

En frugtbod i Phuket

Einer der grössten Schocks, die ich bekam, als ich zum ersten Mal Thailand besuchte, und ich will behaupten, dass ich damit nicht alleine dastehe, ist das Verhältnis der Thailänder zur Hygiene. Ich spreche nicht von der persönlichen, den gerade bei dieser scheinen sie sehr gründlich zu ein. Und ich habe überhaupt keine Bedenken die lokalen Speisen zu essen, sei es in einem Hotelrestaurant oder in einer Garküche auf der Strasse. Nein, es ist mehr die Abfallmenge, die man ÜBERALL findet! Mein innerer Umweltkämpfer dreht sich machtlos im Kreis! Wasserabflüsse, Büsche und Grünflächen...Alles wird mit Abfall zugemüllt. Selbst in den besseren Stadtteilen, wo sich die teueren Hotels befinden, liegt der Müll, Stapel von leeren Flaschen, alte Reifen und gebrauchte Plastiktüten, davor auf der Strasse oder hinter der Mauer, die das gepflegte Ressort umgibt. Wenn wir von unseren eigenen europäischen Ansichten und den über die letzten Generationen aufgebauten Umweltstandards ausgehen, so ist dieser Zustand sehr erschreckend. Aber man muss immer wieder sagen, dass es die Thailänder nicht anders kennen. Man sieht z.B. selten vor Geschäften Abfalleimer. Auch nicht vor denen die Süssigkeiten oder Eis verkaufen, da muss doch immer irgendetwas ausgepackt werden. Selbst auf den grossen Einkaufsstrassen, wo tagtäglich tausende von Menschen entlang strömen, ist es schwer einen Abfalleimer zu finden. Und die paar, die es dann gibt, quellen natürlich über. An so was denkt man einfach nicht. Es wurden unendlich viele Organisationen gegründet, die daran arbeiten bei der Bevölkerung ein besseres Verständnis für die Umwelt aufzubauen. Momentan befindet sich dieses Verständnis bei der thailändischen Bevölkerung noch in Kinderschuhen und es wird noch lange dauern, bis man die ersten Resultate sehen kann. Die jetzigen Zustände in Thailand sind vergleichbar mit denen in der westlichen Welt vor mindestens 40 Jahre.  

Und das hebt einen weiteren interessanten Aspekt hervor. Wenn sie auch in gewissen Dingen Jahrzehnte hinterher sind, sind sie in anderen sehr modern und auf den neusten Stand der Technologie. Es kann gut sein, dass es rundherum nur so von Schrott und Abfall wimmelt. Es kann gut sein, dass das Haus so aussieht, als würde es gleich zusammenstürzen, aber es hängt ein 50 Zoll LED Flachbildschirm an der Wand und alle in der Familie haben ein Handy. Am besten ein Smartphone. Es kann gut sein, dass die Strasse nur aus Löchern besteht und gerade so dem alltäglichen Verkehr bewältigen kann. Aber die Familie hat draussen ein neues Auto geparkt.

Tag-restaurant i det centrale Bangkok

Tag-restaurant i det centrale Bangkok

Thailand ist ein Land, das in Rekordzeit modern geworden ist. Besonders die letzten 20 Jahre ging es rasant schnell. Mit dem Tourismus haben die Thailänder Zugang zur modernen Welt erhalten, die von allen Teilen der Welt auf sie hereinbricht. Die Infrastruktur und Ausbildung hinken aber gewaltig hinterher und nur Zeit und die richtigen Massnahmen können dem auf die Sprünge helfen. Bis dies geschehen ist, kann man ein Land voller extremer Kontrasten erleben.

Auf was muss man sich dann als Thailand Besucher einstellen? Soll man fern bleiben, um nicht einen Tourismus zu unterstützen, der keine Rücksicht auf die Umwelt nimmt, auf der sie beruht?

Nein, man soll natürlich nach Thailand reisen und alles erleben, was einem in den Katalogen versprochen wird. Der Tourismus ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft und bringt Thailand viel Geld ein und ohne dieses würde es einer traurigen Zukunft entgegensehen. Wie schon vorherige Male erwähnt, gibt es Organisationen, die daran arbeiten bessere Massnahmen für die Bevölkerung einzuführen und bessere Standards für die Infrastruktur aufzubauen. Dies kostet viel Geld und dieses Geld darf gerne grösstenteils aus den Ländern der Besucher kommen. 

Wir selber wollen gerne noch mal nach Thailand. Wir haben nicht alles geschafft. Wir konnten nicht auf einem Elefantenrücken durch den Dschungel reiten. Auch den Grossen Buddha in Phuket haben wir nicht näher angesehen. Wir haben auch einiger der Paläste in Bangkok nicht besucht. Speziell die Hitze in Bangkok hat viele Sehenswürdigkeiten auf unserer Wunschliste auf Stand By gesetzt. Wir wollten, dass Anton bei unserer Planung ein Wörtchen mitzureden hatte und daher haben wir viele Stunden im Pool verbracht. Und dann gab es noch all die guten Garküchen rund um das Hotel, daher war es nicht so schlimm, dass wir uns hauptsächlich in der näheren Umgebung aufhielten.

Bangkok by night

Bangkok by night

Wir haben immer noch einen Haufen guter Gründe um nochmals nach Thailand zu reisen. Nicht nur Bangkok oder Phuket, aber auch andere Teile dieses grossartigen Landes. Nachdem wir schon ein paarmal hier waren, wissen wir was uns erwartet und was wir für unser Geld bekommen. Thailand IST schön, einladend und verführerisch. Das Essen ist fantastisch und die aufrichtige Freundlichkeit wird den meisten garantiert gefallen.  

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/Anders