Wir haben einen kurzen dreitägigen Ausflug in die österreichischen Alpen unternommen. Das Wetter war perfekt für ein bisschen Spaß im Schnee, obwohl für österreichische Verhältnisse nicht viel Schnee lag, nur 35 cm im der Umgebung von Kufstein. Kufstein ist praktischerweise nur eine Stunde Fahrt von München entfernt.

Als Teenager stand ich das letzte Mal auf Skiern und zudem habe ich nie Geld in Skiausrüstung investiert. Anton ist noch viel zu klein dazu, aber Alexandra ist in der Nähe der Alpen aufgewachsen und kann einigermaßen Ski fahren. Wir hatten keine Skiausrüstung dabei, daher konnten wir nicht mit eigenen Augen ihr Können oder Nichtkönnen überprüfen. Aber Antons Schlitten kam häufig in Einsatz. Es war herrlich zu sehen, wieviel Spaß er im Schnee und Kälte hatte und wieviel Energie er verbrannte.  

Auch diese kleine Tour kann man als Übung sehen, wenn wir uns nicht in unseren vertrauten Umgebung befinden. Es ging wunderbar! Oder fast...wir können feststellen, dass Anton nicht mehr die selbe Stimulation wie in der Kinderkrippe erhält. Jetzt sind wir mehr gefordert und es liegt an uns sich mit ihm auf den Boden zu setzen und zu spielen. Auch er ist besser geworden uns mitzuteilen, was er genau machen oder haben will. Zum Beispiel spielen, ein Glas Wasser oder was auch immer es sein mag. Wir hören auch zusammen viel Musik. Ich weiß nicht, ob es an meinem Einfluss liegt, dass Antons Musikgeschmack mehr in die rockige Richtung geht!? Aber er hört auch gerne Kindermusik. 

Ganz ohne andere Kinder ist er allerdings nicht. Wir haben ihn zu einer Spielgruppe angemeldet und zweimal die Woche kann er mit gleichaltrigen Kindern spielen. Alles auf deutsch natürlich. Um das Dänische nicht ganz aussenvor zu lassen, geht er jeden zweiten Samstag in die dänische Schule/Spielgruppe. 

Momentan haben wir ein wenig mit den Fernsehgewohnheiten zu "kämpfen". Bei schlechten Wetter ist viel gemütlicher vor dem Fernseher zu sitzen und einen Zeichentrickfilm anzusehen. Aber mit kleinen Kindern, und vor allem mit Anton, ist man sich nicht immer einig, wann es genug ist. Wir versuchen uns an feste Regeln zu halten, aber wann Zähne geputzt, gegessen oder ins Bett gegangen werden sollen, dann wird erstmal laut protestiert. Wir halten an unseren Regeln fest und nehmen die halbe Stunde Schreierei in Kauf!  Auch das müssen wir in Betracht ziehen bei unserer Reise. Die Fernsehgewohnheiten werden sich ändern, da wir keinen Fernseher haben werden. Es ist natürlich gut gerade bei langen Flug-, Zug- oder Autostrecken Unterhaltung zu haben. Die Liste über Filme und Serien, die ich zusammengestellt habe, nimmt konkrete Formen an. Muss leider auch aus Speicherplatz Gründen begrenzt werden. 

Unsere Reiseplanung nimmt immer mehr Gestaltung an. Durch meine Recherchen habe ich herausgefunden, dass man in jedes Land ohne Probleme ein-  und ausreisen kann, so lange man nicht länger als 90 Tage bleibt. In Australien wollen wir eigentlich länger bleiben. Aber der bürokratische Aufwand ist sehr aufwendig. Das gleiche gilt für USA! Die Frage ist, ob wir mit 90 Tagen alles schaffen, was auf unserem spannenden Programm steht. Aber so lange wir noch nichts schwarz auf weiß haben, können wir nichts konkreteres über unsere Pläne sagen. Das ist schwer, besonders für mich, da Geduld nicht gerade zu meinen Stärken zählt!

/Anders

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