Wir sind jetzt in Cairns angekommen und bereits an die drei Wochen mit unserem Campervan unterwegs. Langsam sollte es nun in den Süden gehen, aber wir haben beschlossen, dass wir unseren Campervan zwei weitere Woche behalten, damit wir so lange, wie möglich im nördlichen Queensland bleiben. Hier in den Tropen hat gerade die “trockene Jahreszeit” begonnen. Das klingt ein bisschen merkwürdig, da wir während der letzten Woche einen tropischen Regenfall nach dem anderen erlebt haben. Und glaubt mir, wenn ich Regenfall meine, dann ist es auch Regen! Die lokalen Leute versichern uns, dass dies recht ungewöhnlich für die Jahreszeit ist. Man kann nur den Kopf schütteln und auf besseres Wetter den anderen Tag hoffen. 

In der letzten Woche sind wir an sehr interessanten Regenwäldern vorbeigekommen. Oder besser gesagt EIN riesiger Regenwald, der sich durch die Täler und das Flachland zieht. Es wirkt allerdings so, als wären es lauter verschiedene Regenwälder. Alle unter Naturschutz! Anfang letzter Woche kamen wir am Wongaling Beach / Mission Beach an. Bevor der Zyklon Yasi’s es vor einigen Jahren zerstört hat, war ein sehr beliebter Ferienort der Australier und ein bekannte Oase für Backpacker aus der ganzen Welt. Leider ist es noch nicht gelungen, dass die Umgebung so wieder herzustellen. Das ist wirklich so schade, sonst würde es unter die Kategorie “Paradies auf Erden” fallen! Das gute daran ist, dass wir den Strand für uns hatten und das die Läden nicht überlaufen waren. Nur die lokalen Leute und einige wenige Reisende, wie wir. 

Wir blieben auf einen neurenovierten Campingplatz, den ein junges schottisches / australisches Paar betreibt. So wie ich es verstanden habe, hat ihre Familie den Campingplatz erworben. Daher ist Bruce mit Megan zurück nach Australien gezogen, um einen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, Einen Traum von einem Leben, das besser mit den Wünschen und Träumen harmoniert. Sie sind erst vor drei Wochen angekommen. Da Megan zudem auch schwanger ist, war das Timing optimal. Das kommt einen bekannt vor, oder?! Einfach seinem Gefühl und Träumen zu folgen und in das Ungewisse zu springen? Ich finde einfach deren Geschichte fantastisch und drücke beiden die Daumen, dass ihr Projekt gelingt. Für Bruce ist es ziemlich weit nach Hause, wenn er Heimweh nach Schottland bekommen sollte. Aber das wird ihnen schon gelingen! Der Campingplatz ist auf jeden Fall schön und einladend!

Je weiter wir in den Norden kommen, desto komischer werden die Tierarten. Z.B. ein Känguru, das wir an einem Morgen an einer Kreuzung am Mission Beach rumhüpfen sahen. Die Papageien sitzen über uns in den Bäumen, wenn wir auf einem Spielplatz sind. Am Strand ist es nicht ungewöhnlich, dass wir auf Pelikane stossen. Wie schon mal erwähnt, gibt es in der Umgebung Krokodile. Glücklicherweise sind wir noch keinem näher gekommen. 

Übrigens haben wir auch Känguru GEGESSEN! Alexandra ist auf ein gutes Angebot im Supermarkt gestossen. Wir mussten es natürlich probieren! Das war mir eigentlich nicht so recht. Kängurus schaut an entweder in Australien oder im Tierpark an. Man isst sie doch nicht! Am selben Abend landete es auf dem Grill und es schmeckte tatsächlich richtig gut! Vom Geschmack und von der Konsistenz wie Rindfleisch mit einem Hauch von Reh oder irgendeinen anderen Wild. Wir haben auch davon gesprochen, dass wir Krokodil probieren sollten. Das haben wir allerdings noch nirgends gesehen. Es soll ein bisschen wie Huhn schmecken. Ich werde mir allerdings nicht viel Mühe geben, dass wir es finden und kaufen werden. 

Jetzt haben wir uns in ein fünf Sterne Familienresort einquartiert. Anton hat von seinem Rücksitz den farbigen und einladenden Wasserpark von der Landstrasse mit seinen Adleraugen entdeckt und hat resolut darauf bestanden, dass wir dahin sollten. Die Nacht davor haben wir auf einen traurigen und ein bisschen heruntergekommen Campingplatz dazu noch im Regenwetter verbracht. Wir waren alle ein bisschen müde und wollten es gerne gemütlich haben. Genau dafür ist ein Familienresort ideal. Da gibt es ALLES, was sich grosse und kleine Kinder zur Unterhaltung nur so wünschen und so können die Erwachsenen sich entspannen. Zu erst haben wir nur eine Nacht gebucht, aber schliesslich und endlich haben wir auf drei Nächte verlängert. Morgen geht es von Cairns noch weiter gen Norden. Zurück zum Strand, Meer und Wellen!

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/Anders

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