”Lauft Ihr davon?!”, fragte mich Kim, wie ich ihm von unseren Reiseplänen erzählte. Eine Frage, auf die ich so gar nicht vorbereitet war, oder zumindestens nicht auf diese Weise. Natürlich tauchte dieser Gedanke auf, dass es so ausgelegt werden könnte. Uns ist es irgendwie die letzten sechs Jahre nicht gelungen konstant gleichzeitig einen Job zu haben, somit zwei Einkommen und zudem eine persönliche Entwicklung auf allen Ebenen. Wenn einer auf einer oder mehreren Ebenen nicht wirklich glücklich ist, sollten man Einhalt gebieten und herausfinden, warum das so ist und was man besser oder anderes machen könnte. Wenn das allerdings beide Seiten auf mehreren Ebenen betrifft, so muss man wirklich die Gesamtsituation kritisch unter die Lupe nehmen und dementsprechende Entscheidungen treffen. Das ist es genau, was wir gemacht haben. 

Der grosse Unternehmensguru Steve Jobs hatte ein Mantra und das hiess “Don’t settle!” und das soll bedeuten: Sei nicht mit etwas zufrieden, mit dem Du eigentlich nicht zufrieden sein solltest.” Wir sind nicht mit der augenblicklichen Situation zufrieden, daher müssen wir handeln. Ich bin davon überzeugt, dass es richtig viele Menschen gibt, die sich so fühlen und von etwas anderen träumen. OK, nicht unbedingt vielleicht wie wir von einer grossen Reise, aber auch von kleinen Dingen, die sie niemals umsetzen, da sie denken, dass es nicht angebracht ist, oder es sich einfach nicht trauen oder sich zu sehr an ihre Verpflichtungen gebunden sehen. Alle diese drei Dinge gelten natürlich auch für uns, aber wir wagen es trotzdem. Die Alternative, das Risiko still zu stehen für die nächsten vielen Jahre mit Unzufriedenheit und zerplatzten Träumen ist nicht besonders verlockend! 

Wir haben unserer Familie von unseren Reiseplänen erzählt. Meine sonst so praktische Mutter war überraschenderweise sehr positiv. Keine Ahnung, was ich erwartet habe. Vielleicht, dass sie kritischer wäre. Nein, genau das Gegenteil. Volle Unterstützung und viele gute Ratschläge und das wir ihr grosses Netzwerk kontaktieren können. So kann es manchmal gehen, wenn man meint alles im vornherein zu wissen. Es hätte wahrscheinlich nicht viel an unseren Plänen geändert, wenn sie nicht so reagiert hätte. Aber es ist immer schön, Unterstützung von der Familie zu haben. Alexandra hat es ihrer Schwester erzählt und auch hier war die Reaktion positiv. Wir werden weitermachen. 

/Anders

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