Wir sind fast fertig, alles ist gepackt und bereit für die Umzugsleute, die morgen in der Früh pünktlich (hoffentlich) auf der Matte stehen. Stellt Euch vor, wir haben uns an die 40 Umzugskisten gehalten, die wir als “moderate”, aber vielleicht zu optimistische Vorgabe uns selbst gestellt haben. Neulich habe ich von einem Schriftstellerpaar gelesen, die alleine nur 170 Umzugskisten voll mit Büchern hatten! Insgesamt waren es dann mehr als 400 Umzugskisten! Dagegen ist unser zu Hause recht spartanisch! Ich hoffe, dass es weiterhin so bleibt!

Leider konnten wir nicht alle Möbel verkaufen, die wir loswerden wollten. Es gab viele Nachfragen, aber aus vielen wurde einfach nichts. Daher mussten wir das Schlafsofa in Antons Zimmer, so wie unseren Esstisch samt Stühlen zum Wertstoffhof fahren. Das war echt ärgerlich und hat auch ein bisschen wehgetan. Nicht mal die Christliche Nothilfe, die einen Laden für gebrauchte Möbel nicht weit weg von uns haben, haben sie entgegen nehmen können. Sie sagten uns, dass sie momentan nicht so viel verkaufen können. Man sollte eigentlich denken, dass gerade jetzt gebrauchte Möbel attraktiv sein sollten. Aber nein! Aber zum Glück kommen unsere Möbel nur von Ilva und IKEA. Aber trotzdem! 

Am Freitag hatte ich meinen letzten Arbeitstag. Es war ein sehr komisches Gefühl zum letzten Mal die Tür hinter mir zu schliessen. Bis jetzt hatte ich noch nicht die Zeit und Muse näher darüber nachzudenken. Vielleicht werde ich eines Tages die Excel Listen und die  PowerPoints vermissen, aber bis dahin wird noch viel Zeit ins Land ziehen. Jetzt müssen wir uns erst wieder in München zu Recht finden und dann ist ja auch bald Weihnachten. Das werden wir mit unserer Familie in London verbringen. Wir haben schon sehr früh Anfang des Jahres die Flugtickets gebucht. Zu diesem Zeitpunkt war noch überhaupt nicht die Rede von einer Weltreise. Also werden wir immer noch von Kopenhagen aus fliegen (viel zu teuer um es jetzt noch umzubuchen), aber wir fliegen dann direkt von London nach München. Wir können also noch vor Weihnachten meine dänische Familie besuchen. Das passt perfekt! Wird alles ein bisschen hektisch, aber so soll es anscheinend sein. So können wir uns schon mal daran gewöhnen unsere Umgebung schnell wechseln zu können. Zu dem liebt es Anton lange im Auto zu sitzen. Das nächste Monat kommt er diesbezüglich reichlich in den Genuss. 

Heute Abend werden wir noch Abschiedskarten an die Pädagogen in Antons Kinderkrippe schreiben. Morgen Nachmittag bekommt Anton ein kleines Abschiedsfest von seiner Gruppe. Ich bin mir nicht sicher, ob die Kinder den Grund dieses Festes verstehen werden, aber es markiert eine neue Lebensphase. Sowohl für Anton, als auch bestimmt für seine guten Freunde, die er verlassen wird. Es wird komisch von dort wegzugehen. Anton hat sich SUPER wohl gefühlt und wir konnten uns immer auf die Pädagogen verlassen. Er hat sich unglaublich in dieser Zeit entwickelt und nicht nur, dass er älter geworden ist. Dies ist auch ganz bestimmt ein Verdienst seiner Pädagogen! 

Es ist bereits Schweinsbraten mit Knödel bei meiner Schwiegermutter für Samstag in München bestellt. Das ist mittlerweile fast schon eine schöne Tradition bei unserer Ankunft in München geworden. Nirgendwo kann man einen besseren bekommen. Am Sonntag hoffe ich, dass wir uns ein bisschen entspannen können, bevor es am Montag losgeht einige Sachen aus der Wohnung zum Wertstoffhof zu fahren, damit wir Platz schaffen können für die Möbel und 40 Umzugskisten aus Kopenhagen. Der Umzugswagen wird am Dienstagvormittag da sein. Buh! Wie wir letztes Jahr in unsere neue Wohnung in Kopenhagen gezogen sind, haben wir uns geschworen, dass dies der letzte Umzug ist. Lernen wir es denn nie?!

Der nächste Blog kommt dann schon aus München, und natürlich bald schon viele neue Artikel. 

/Anders

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