Es ist schon länger her, dass es einen Blog gab und seit dem ist auch einiges passiert. So wie es gerade aussieht, ist unsere Kopenhagener Wohnung verkauft. Wir mussten ein bisschen mit den Preis runtergehen, aber nicht mehr als wir erwartet hatten. So ist momentan einfach der Wohnungsmarkt. Das einzige Problem ist nur, dass der Käufer die Wohnung bereits zum 1. Dezember übernehmen will. Ein bisschen früher, als wir gerechnet haben. Wir schauten uns beide in die Augen, holten tief Luft und stellen fest, dass dies ein Test für uns ist, wie schnell wir uns an verändernde Situationen anpassen können. Eine gute Eigenschaft, wenn man vorhat ein ganzes Jahr auf Reisen zu gehen. Wir nahmen das Angebot an und nun müssen wir sehen, dass wir unser ganzes Hab und Gut nach München verfrachten und das ganze in den nächsten acht Wochen. Bestimmt werden wir das schaffen. Wir sind gerade von unseren zweiwöchigen Urlaub aus München zurückgekehrt und haben uns mental darauf eingestellt, dass es jetzt so sein soll. Es fühlt sich gut an, dass dieser Abschnitt unseres Lebens zu einem Ende kommt. Und wenn dieses Kapitel abgeschlossen ist, dann können wir mit der Planung des nächsten beginnen. 

Während wir in München waren, haben wir auch die Gelegenheit dazu genutzt nach Ausrüstung für unsere Reise zu schauen. Das war überraschenderweise ein gutes Erlebnis. Wir sind super über Rucksäcke und andere Ausstattung beraten worden. Wir haben allerdings noch nichts gekauft, da wir vorher ein bisschen besser vorbereitet sein müssen. Es wurde uns z.B. vorgeschlagen unser ganzes Zeug, das wir mitnehmen wollen zu stapeln, um zu sehen, wieviel es ist. Danach können wir bestimmt erstmal die Hälfte wegnehmen, dann einen Rucksack in der richtigen Grösse kaufen. Wir haben auch beschlossen, dass wir unsere Ausstattung erst in München kaufen werden, da es hier wesentlich billiger ist als in Dänemark.

Antons Fähigkeit und Durchhaltevermögen konnten wir auch schon testen. Er sass die unglaubliche lange Autofahrt von Kopenhagen nach München und zurück ruhig in seinen Kindersitz ohne sich besonders zu beschweren. Nur einige Male gab es kleine Beschwerden, aber nicht mehr als wir erwartet hatten. Wir waren tatsächlich sehr überrascht, wie angenehm er war. Test bestanden!

Andererseits ging es nicht so gut mit ihm, wie wir in unserem Urlaub unterwegs waren und übernachten sollten. Er konnte einfach an den Abenden keine Ruhe finden. Der Grund war bestimmt, da unter Tags einfach zu viele spannende Dinge passiert sind und dann ist es auch nicht einfach an einem unbekannten Ort einzuschlafen. Wir hatten eigentlich gehofft, dass wir ruhige und entspannten Abendessen geniessen könnten, natürlich immer mit einem Babyalarm in Reichweite, stattdessen verbrachten wir sie auf dem Zimmer. Wir sind uns wohl bewusst, dass es bei unserer Reise vorbei ist mit Ausgehen und Essen in Restaurants. Wir hofften allerdings, dass diese kleinen Tests besser ausgefallen wären. Auf unserer Tour werden wir die Abende mit Anton verbringen und werden bei ihm immer sein, auch wenn er schläft. Wir sollten versuchen, dass wir egal wo wir sind, schlafen können. 

/Anders

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