Wir haben damit begonnen, unsere Ausrüstung für unsere Reise zu kaufen! Wir brauchen eigentlich nichts Spezielles. Aber die Wanderschuhe, die schon lange ihre besten Tage hinter sich haben, wurden still und leise gegen ein neueres und leichteres Paar ausgetauscht. Dies war einer der ersten Punkte, die von unserer Liste abgehackt werden konnte. Und weitere Schuhe stehen auf der Liste.

Mein eigentlicher Plan war es meine heissgeliebten Converse Chuck Taylor mitzunehmen. Aber ich habe mich überreden lassen, diese gegen ein Paar leichtere Nike Free Laufschuhe auszutauschen, die man natürlich auch als ganz normale Schuhe benutzen kann, wenn man nicht die Wanderschuhe gebrauchen sollte. Normalerweise würde ich nie auf den Gedanken kommen solche modernen Laufschuhe anzuziehen. So etwas zieht man doch nur an, wenn man Joggen geht! Aber nachdem ich diese hochmodernen Kunststoff-Träume jetzt schon einige Male anhatte, muss ich mir eingestehen, dass es sehr angenehm ist in ihnen zu gehen, vor allem für meine Plattfüsse, die mehr an Chucks gewöhnt sind. Aber ok, die Converse müssen im Schrank bleiben. Bis jetzt kommen drei Paar Schuhe mit: Gute, solide, aber nicht zu schwere Wanderschuhe in Leder, Laufschuhe und Sandalen. Es gibt doch tatsächlich Wandersandalen! Und dann kommen noch Flipflops für den Strand mit. Wir haben auch ein bisschen Geld investiert in richtige Einlagen, damit es nicht ganz so schmerzt beim langen Gehen. Na ja, man ist ja schliesslich keine 25 Jahre mehr!

Wir haben mit einigen gesprochen, die schon in Australien und Neuseeland waren und uns wurde gesagt, dass wir unsere typische europäische Eitelkeit total vergessen können, wenn es um die Klamottenauswahl für das kommende Jahr geht. Die Menschen dieses Breitengrades haben da eine viel entspannterer Einstellung dazu. Und es wird überhaupt kein Wert darauf gelegt, dass die Schuhe zum Windbreaker und Halstuch passen. Aber wir konnten es trotzdem nicht sein lassen. Na ja, eigentlich mehr  Alexandra! Anton und ich fallen da mehr unter die Kategorie “Stil unbekannt” oder “eigenartig”. Passt scho! Ich weiss allerdings, dass das Meiste zu schwarz passt. Und komischerweise ist mein Windbreaker schwarz! Die Laufschuhe, von denen ich schon gesprochen habe, sind dafür orange. Man kann sich an vieles Neue gewöhnen!

Eine andere sehr praktische Sache, die sich Alexandra gerade gekauft hat, ist eine Wander/Outdoor Hose. Eine von diesen, wo man den unteren Teil abmachen kann und dann Shorts hat. Zu dem ist der Stoff imprägniert mit Insektenschutzmittel und UV Schutz und hat eine Masse von schlauen Details und Taschen überall. Ah ja, und die Farbe passt super zu ihren Laufschuhen.... Gibt ein bisschen Kontrast! Natürlich musste ich sie für diese Wahl loben. Soll ich auch meine alten Army-Hosen probieren, ob sie noch passen? Der Grossteil meiner Ausstattung sollte nämlich passen, wenn nicht, dann muss ich Alternativen finden. 

Wir haben vereinbart, dass wir T-Shirts und Unterwäsche für sieben Tage mitnehmen. Badezeug muss natürlich auch mit. In Thailand werden wir wahrscheinlich nicht anderes brauchen, dann 1-2 Paar Jeans, ein langärmliges Hemd und 1-2 Pullis. Und wenn es noch Platz im Rucksack geben sollte, dann eventuell noch ein Paar Extrasocken. Wir kommen drei Monate später weg, als wir eigentlich gerechnet haben, somit haben sich auch die Jahreszeiten gewechselt und auch die Kleidung. Keiner von uns ist ein grosser Fan von über 30 Grad im Schatten, also ist es ganz in Ordnung. In Nordaustralien ist es das ganze Jahr warm, im Vergleich mit den Temperaturen, die wir gewöhnt sind und wir kommen erst ins südliche Neuseeland, wenn es dort Frühling wird. Aber Pullis und Socken werden nicht überall benötigt. Einges müssen wir natürlich auch unterwegs kaufen. Zu mindestens für Anton, der aus dem meisten Sachen während unserer Reise rauswachsen wird.

Bei einem Sportgeschäft in der Stadt haben wir unsere Nasen am Schaufenster platt gedrückt und waren im Laden und haben uns schlau gemacht, was für ein Rucksack meinen Ansprüchen gerecht werden könnte. Wir haben auch eine Liste zusammengestellt über diversen Kleinkram, den man normalerweise vergessen würde. Zum Beispiel Hüttenschlafsäcke (dünne Schlaflaken) und Kopfkissen. Es ist klar, wenn man sich auf so eine Reise begibt, dass man Kompromisse eingehen muss, aber wenn es Kopfkissen gibt, die man zusammenrollen kann und im Rucksack stecken kann, so muss man das ausprobieren! Die Zeit wird es zeigen, ob sie der Hit sind! Die Hüttenschlafsäcke haben wir auch aus hygienischen Gründen, als auch das die Mücken weg halten. Persönlich bin ich kein grosser Fan davon in einem solchen “Umschlag” zu schlafen, da ich meine Bein nicht rausstecken kann, um meine Zehen abzukühlen. Aber andererseits kann ich auch den Vorteil sehen.  

Mit der technischen Ausstattung versuchen wir uns zu begrenzen. Laptop und Handys kommen mit, auch der iPad, der übrigens mit einen Haufen Filmen für Anton gefüllt worden ist. Die Flüge können lang werden und ich gehe davon, vielleicht ein bisschen naiv, dass uns eine kleine, aber variierte Auswahl einige ruhige Stunden in der Hozklasse über den Indischen Ozean erkaufen kann. Es wurde schlussendlich doch eine grosse Tasche, da noch die Kamera mit den Objektiven mit muss. Dann besitze ich auch einen Tripod Standfuss für meine Kamera, der ist vergleichsweise billig ist und ich könnte jederzeit einen unterwegs kaufen, oder gleich auf ihn verzichten. Ausserdem habe ich in ein externes Harddisk investiert, das schlagfest und wind-und wetterfest ist. Wenn man sich auf so einer Reise begibt, ist es nicht so optimal, wenn  einem das Laptop gestohlen wird oder die Bilder auf einmal verschwinden sollten, da das Harddisk seinen Geist aufgeben sollte.  Lieber auf der sicheren Seite sein!

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass wir Antons Kinderwagen zu Hause lassen können, da er nun lieber selber neben uns her gehen will. Uns wurde aber nahe gelegt ihn doch mitzunehmen und so wird es wahrscheinlich auch werden. Es soll schliesslich eine angenehme Tour für uns alle werden. Anton kann noch nicht so lange gehen wie wir. Ausserdem kann er darinnen immer noch gut seinen Mittagsschlaf halten und wir können dann ganz entspannt einen Kaffee/Tee in einem Café trinken. 

Unser momentaner Gepäckstatus:

•Alexandras Rucksack, 45 Liter (wird eingecheckt)
•Anders Rucksack, 70 Liter (mit Trolley Funktion (mit Rädern)) (wird eingecheckt)
•1 “Tages-Rucksack” für kürzere Touren, 20 Liter (Handgepäck)
•1 Rucksack für Kamera und all die andere Technik, 20 Liter (Handgepäck)
•Antons Rucksack, 3 Liter (für Lightening McQueen, Finn McMissile und andere Autos)
•1 Sport-Kinderwagen mit drei schräggestellten Rädern (wird eingecheckt- natürlich!)

Wir müssen natürlich einige Male davor Probepacken. Das wird eine schwere Übung werden, wo man wirklich scharf denken muss. 

Fortsetzung folgt!

/Anders

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