Jetzt haben wir Bangkok und somit Thailand hinter uns gelassen! Der erste Teil unserer Reise liegt bereits hinter uns. Thailand war sowohl fanatisch also auch überwältigend. Eine sehr intensive Erfahrung, die alle unsere Sinne in Anspruch nahm, als auch ein Überfluss an Eindrücken, besonders in Bangkok, wo noch die Hitze erschwerend dazu kam.  

Wir wohnten am Chao Phraya Fluss und konnten den ganzen Tag das aktive Leben einer Großstadt  hautnah mitverfolgen. Manchmal sass ich nur ruhig da und liess das Leben an mir vorbeiziehen. Für mich die beste Art und Weise einen Ort kennenzulernen. Einfach die Einheimischen beobachten. Schnell haben wir herausgefunden, dass es am schnellsten für uns war die Fähre von unserer Flusseite auf die andere zu nehmen, wo sich der Hauptterminal der Wasserbusse befand. Dort war es mit einem Wasserbus nur zehn Minuten nach China Town, in die Altstadt oder zu den vielen Tempeln. Den grossen königlichen Palast durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. 

Ich habe schon früh in meinem “Reiseleben” gelernt, dass es die beste Art und Weise ist eine Stadt kennenzulernen, wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel nimmt. U-oder S-Bahn, Strassenbahn oder was es sonst noch so alles gibt. In Bangkok gibt es ein bisschen von jeden, aber der Wasserbus und die kleine Fähre waren perfekt, um uns dorthin zu bringen, wohin wir in kürzester Zeit sein wollten. Für Anton war es jedesmal ein spannendes Erlebnis und freute sich schon immer auf die nächste Fahrt mit der Fähre. Nur ein paar Male nahmen wir ein Tuk-Tuk oder ein Taxi zurück zum Hotel. Nur dann wenn die Fähre nicht mehr fuhr oder es in Strömen regnete. Genau an so einem Tag wollten wir mit einem Taxi zu einem grossen und sehr exklusiven Einkaufscenter. Eine sehr interessantes Erlebnis! Wir waren mittlerweile daran gewöhnt, dass alles im Grossen und Ganzen nicht viel kostet und darüberhinaus alles Kopieware ist. Auf einmal gab es echte Luis Vuitton Taschen und Gucci Gürtel. Lange stand ich vor einem Schaufenster und glotze eine Uhr an, von der ich schon sehr lange träume (so an die 10 Jahre) und vielleicht kann ich sie mir auch irgendwann leisten. Eine Panerai! Aber träumen darf man ja schliesslich!

Unten im Erdgeschoss des Centers befand sich eine “Food Mall”. Mit dem Konzept der bargeldlosen Bezahlen, dass heisst, dass man an einer Kasse eine Plastikkarte mit Strichkode kauft und diese mit Geld auflädt. So kann man an den verschiedenen kleinen Buden warme und kalte Gerichten kaufen. In Bangkok haben wir zwei solche Stellen gefunden und jedesmal konnten wir Essen von einer wirklich guten Qualität kaufen. Zu Preisen, die sogar die Einheimischen in Ordnung fanden und das ist in Thailand immer ein guter Indikator! Das heisst auch, dass ein Gericht nicht mehr als 1,30 Euro kostet. Im Erdgeschoss gab es auch einen riesigen Delikatessensupermarkt. Dort kauft dann nur die Oberklasse und die obere Mittelklasse ein. Bisschen eine Mischung aus Käfer und Dallmayer, nur viel grösser! Ich bin immer gerne in ausländischen Supermärkten, nicht nur in den feineren. Dies sagt nämlich viel aus, wie die Einheimischen leben. 

Gegen Ende unseres Aufenthalts in Bangkok wurde Anton die intensive Hitze und Luftfeuchtigkeit zu viel. Dazu wurde er konstant von den Thais berührt, da sie ihn einfach unwiderstehliche fanden und sofort alles aus den Händen warfen, um ihn in die Backe zu kneifen. Ich kann gut verstehen, dass es irgendwann nicht mehr lustig ist. Besonders, wenn es einem so heiss ist und man dazu noch einen schlechten Tag hat. Daher waren wir die letzten zwei Tage vor Abreise im klimatisierten Hotel oder am Pool. Das war ein Vergnügen! 

Bevor es am Mittwochnachmittag zum Flughafen ging, machte Alexandra noch einen weiteren Thai Kochkurs. Da wird doch hoffentlich bald ein Artikel darüber kommen. Ich arbeite momentan an einem längeren Artikel über unsere Eindrücke und Erlebnisse unseres ersten Monats unserer Reise.

Jetzt sind wir also in Brisbane, Australien gelandet. Das ist wirklich was TOTAL anderes! Weg von der Masse von Menschen und der Hitze! Ich will nicht damit sagen, dass es hier kalt ist. Nicht wenn man es mit dänischen oder deutschen Verhältnissen vergleicht. Die Tagestemperaturen liegen ca. bei 18 Grad, aber es fühlt sich gut an, vor allem wenn man einen Monat bei 37-39 Grads Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit verbracht hat. Dazu ist die Luft auch sauberer. Wir konnten dies sofort merken, sobald wir aus dem Flughafen rausgingen und den Zug in die Stadt nahmen. Wir schauten uns an und sagten: “ AHHH! Herrlich!”

Donnerstagnachmittag kamen wir bei unserem sehr gemütlichen Hostel an, das ca. 10 Minuten vom Stadtzentrum Brisbanes entfernt liegt. Es ist ein altes Haus, das vor über 100 Jahren gebaut und immer wieder renoviert worden ist. Auch wenn hier andere Gäste sind, ist es einigermassen LEISE. Wir waren es gewöhnt von Leben und Lärm umgeben zu sein, aber zur Abwechslung ist es mal schön, es stiller zu haben. Stiller soll es auch ab Montag werden, da sind wir mit einem Camper die nächsten 20 Tage unterwegs. Wir beginnen unsere Tour gen Cairns und das liegt um 1800 Kilometer nördlich. Das wird bestimmt eine spannende Tour!

Hier kann man alle Thailand Bilder sehen!

/Anders

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