Vor zwei Wochen haben wir Kopenhagen hinter uns gelassen. Alles war sehr hektisch. Mittlerweile kommt es mir vor, als wäre es eine Ewigkeit her, dass wir an unserem letzten Nachmittag in Kopenhagen durchs Tivoli gelaufen sind und uns verabschiedet haben. Laut Kalender war das der letzte Herbsttag und wie wir ins Tivoli rein gingen, hat es tatsächlich angefangen zu schneien. Der Wahnsinn!

Wir hatten ein kleines Abschiedsfest in Antons Kinderkrippe am frühen Nachmittag. Das war ein kleiner Einschnitt und ein schöner Abschluss eines spannenden Lebensabschnittes für Antons. Er hat als kleines Baby dort begonnen und während dieser Zeit sich zu einem kleinen resoluten Herrn entwickelt. Es war ein komisches Gefühl das letzte Mal die Tür seiner Stube hinter sich zu schliessen und die Treppen hinterunter zu steigen.  

Wir sind die ganze Nacht bis nach München durchgefahren und am Samstag in der Früh dort angekommen. Es hat ein bisschen unterwegs geschneit, aber das machte uns nichts aus. Anton fährt zum Glück sehr gerne Auto und kann ganz schön lange ruhig sitzen. Das ist ziemlich imponierend. Im Laufe der Fahrt haben wir mehrmals angehalten, um was zum Essen oder Naschen zu kaufen. Normalerweise haben wir immer Brotzeit dabei, aber diesmal ausnahmsweise nicht, da alles zusammengepackt in Kisten im Umzugswagen ist. Übrigens hat unsere Brotzeit nie lange gehalten, da wir sie bis wir auf der Autobahn waren meistens fast schon aufgegessen hatten. Ich arbeite auch an einen Artikel über gute Ratschläge und Tipps über Reisen mit dem Auto durch Deutschland. Stay tuned!

Dienstag letzte Woche ist der Umzugswagen gekommen. Was in Kopenhagen winzig gewirkt hat, hat hier in München riesige Ausmasse. Und schon wieder mussten wir zum Wertstoffhof fahren. Witzigerweise auch Dinge, die wir schon in Kopenhagen aussortiert hätten können. Was damals richtig war, stellt sich als falsche Entscheidung heraus. Da ist doch tatsächlich eine Transformation während der Reise passiert.  :-)

Im Grossen und Ganzen ist jetzt alles so, wie es sein sollte. Wir haben so langsam einen Alltag und versuchen gerade einige feste Routinen einzuführen. Es gibt noch immer was im Keller zu tun, aber das kann gerne warten. Jetzt wollen wir noch ein bisschen Ruhe und Entspannung, bevor Weihnachten kommt. 

Während ich dies hier schreibe, hat es ununterbrochen seit drei Tagen geschneit und die Schneedecke ist hoch. Um die 50 cm liegt an an manchen Stellen, wenn nicht sogar mehr. Das verursacht natürlich ein bisschen Verkehrsprobleme, wenn ich daran denke, welche Auswirkungen, das in Dänemark hätte, kann ich nur lachen. In München geht man einfach davon aus, dass es jedes Jahr schneit. In München weiss man, dass es jedes Jahr viel schneit. In Dänemark ist man jedesmal überrascht und die Kommunen und Parkabteilung kommen damit nicht klar - und das jedes Jahr!

Wenn der Schnee so herrlich liegt, dann kann man ja nur in Weihnachtsstimmung kommen. Apropos Weihnachten, ich habe auch einen Artikel über die Münchner Weihnachtsmärkte geschrieben. Unsere Familie ist ein grosser Fan der süddeutschen Weihnachtsmärkte und wir wollen das auch andere an dieser Stimmung teilhaben können.

/Anders

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