Gute Tips für die Reise

IMG_0371.JPG

Wenn wir Euch inspiriert haben sollten, ebenso auf eine längere Reise mit der Familie zu gehen, aber nicht genau wisst, wie Ihr das ganze anpacken sollt, so haben wir eine kleine Liste über unsere wichtigsten und besten Erfahrungen zusammen gestellt. Sie kommen in einer willkürlichen Aufstellung und sind nur kategorisiert in „vor der Reise” und „während der Reise” und es handelt sich hierbei nur um unsere persönlichen Erfahrungen und Meinungen. Es kann gut sein, dass was gut für uns ist, nicht unbedingt gut für Euch ist. Es gilt für jede Reise, je besser man vorbereitet ist, desto besser wird die gesamte Tour!

 

Allgemeine Tips für vor der Reise:

 

Nicht zu viel packen! Lasst die Eitelkeit daheim! 
Die Klamotten, die Ihr im Rucksack habt, sind für die komplette Reise. Man hat einfach nicht viel Variation. Man muss damit auskommen, oder zu Hause bleiben. Seinen Koffer oder Rucksack zu packen, ist eine Kunst an sich. Wenn man nur für ein paar Tage weg ist, besteht die Tendenz, das man viel zu viel dabei hat. „Nur um auf der sicheren Seite zu sein...” Wenn man längere Zeit unterwegs ist, kann man nicht zu verschwenderisch mit dem zur Verfügung stehenden Platz umgehen. Man kann sich mit dem Gedanken trösten, dass es einfacher mit der Zeit wird, da man ein besseres Gefühl und mehr Erfahrung bekommt. Man muss darauf eingestellt sein, dass man einmal die Woche Wäsche waschen muss, wenn man nicht an einem Ort ist, wo es günstig ist, seine Wäsche waschen zu lassen, wie wir es z.B. in Thailand gemacht haben. Aber dort haben wir auch im Hotel übernachtet, wo es gar keine Möglichkeit zum Waschen gab. Packt T-Shirts, Strümpfe und Unterwäsche für eine Woche, zwei Paar Hosen, ein Paar vernünftige Wanderschuhe/Stiefel, ein Paar Turnschuhe und Wandersandalen ein. Bei Badeferien empfiehlt es sich auch Flipflops mitzunehmen. Pullover und Kapuzenpullis und dann natürlich Jacken. Es empfiehlt sich die Zwiebel-Methode: mehrere dünne Lagen übereinander ganz nach Bedarf. Eine Fleecejacke, eine dünne Daunenjacke und dann auch noch eine Wind-und Regenjacke. Das war alles, was wir dabei hatten! Bevor es losgeht, legt alles, was Ihr MEINT mitnehmen zu müssen auf den Tisch und dann seht, wieviel in den Rucksack passt. Wenn das klappt, dann ist es fantastisch! Oft muss man nach und nach einige Sachen wieder weglegen. Während der Tour werdet Ihr selber herausfinden, was man tatsächlich braucht und was nicht. Seid äusserst kritisch und trennt Euch von überflüssigen Sachen. Früher oder später kauft man sich etwas und dann ist es gut im Rucksack noch einige zusätzliche Kubikzentimeter zu haben.  

Packt in kleinen „Zellen”! 
Einen Rat, den wir vor der Reise erhielten und über den wir sehr dankbar waren. Wir haben unsere gesamte Kleidung in verschiedene grosse viereckige „Zellen” gepackt und so wussten wir immer, wo sich was befindet. Unterwäsche, T-Shirt in einer Tasche usw. Antons Klamotten waren separat gepackt. Wir mussten daher nicht lange suchen, wenn es dunkel oder kalt war, wenn wir etwas schnell brauchten. 

 

Packt für alle Jahreszeiten! 
Wir reisten ein ganzes Jahr und kamen daher mit allen Jahreszeiten unterwegs in Berührung. Es macht sich bezahlt, wenn leichte Kleidung in den Rucksack zu packen. Die Qualität von isolierender Kleidung, die man in mehreren Schichten tragen kann, ist zum Glück besser geworden, somit ist man nie falsch angezogen. Die Wintersachen sollten man separat packen, so dass man sie leicht herausholen kann, wenn man sich in kalten Gefilden befindet. Das selbe gilt für die Sommersachen.

 

Nehmt rezeptfreie Medizin mit! 
Man kann alles, was man zu Hause kauft auch überall kaufen. Aber man kann sich nicht sicher sein, dass man auch richtig verstanden wird und es ist immer gut, wenn man den Beipackzettel in einer Sprache lesen kann, die man versteht. Es kann auch sein, dass man gerade etwas braucht, wenn alles bis zum nächsten Morgen geschlossen ist. Wenn man auf verschreibungspflichtige Medizin angewiesen ist, dann sollte man sich vor der Reise vergewissern, dass man diese in die jeweiligen Länder einführen darf. Dann an ein ärztliches Attest vom Arzt denken. Am besten gleich beim Arzt sich erkundigen.

 

Denkt an Taschenlampen, Leselampen und Ladegeräte usw. 
Und nicht einen Adapter vergessen! Wir hatten auch eine Dreifachsteckdose  dabei, so konnten wir mehrere Geräte mit einem europäischen Stecker aufladen und brauchten nur einen Adapter und nur eine Steckdose. In Hotels und in Campervans gibt es fast nie einen Überfluss an zugänglichen Steckdosen.
Ausrüstung!

 

Man muss nicht unbedingt eine SIM Karte haben! 
Nur wenn man ein absoluter Online Junkie oder wenn man geschäftlich unterwegs ist und man unbedingt ins Netz muss. Zum Glück bieten immer mehrere Stelle jetzt kostenfreies drahtloses Internet an. In Cafés, Hotels und auf vielen Campingplätzen. Auch in öffentlichen Bibliotheken gibt es auch oft gratis Internet. Oft kann man einen Internetzugang stunden- oder tageweise kaufen. Das kann manchmal teuer sein! Einfach mal die Offline Zeit geniessen! Man kann sich immer eine einzige lokale SIM Karte kaufen und dann das Smartphone als Hot Spot benutzen. 

 

Technik! 
Wenn man einen Computer und/oder iPads und Handys braucht, dann nur das notwendigste mitnehmen. Oder man bezahlt das Übergewicht. Wir haben auf unsere Geräte gute Apps, wie Skype, WhatsApp und Viber heruntergeladen, um so mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben, wenn wir online sind. Filme und Podcasts laden wir nur herunter, wenn es unbegrenzten Internetzugang zeit- und datenmässig gibt. Das ist nicht zu oft!

 

Rucksäcke! 
Wir reisen mit Rucksack, da es für uns die praktischsten Art zu reisen ist. Man kann auch mit Trolleys oder Koffer reisen. „Harte“ Koffer sind nicht zu empfehlen, das sie viel Platz brauchen und nicht besonders flexibel im Alltag sind. Wir haben ein bisschen mehr Geld ausgegeben und wurden mehrmals beraten.

 

Kamera! 
Egal, ob man ein absoluter Profi oder nur purer Anfänger ist, sollte man unbedingt eine Kamera mitnehmen. Auch ein Smartphone macht sehr gute Fotos, aber es macht sich bezahlt, wenn man schon auf so einer Reise ist, eine ordentliche Kamera mitzunehmen. Nach der Reise ist es wunderbar sich die Fotos anzusehen. Mit der Zeit werden es immer mehr Bilder und die Harddisk wird immer voller, daher ist es ratsam in ein extra Harddisk für die Bildersammlung zu investieren (an eine gute Qualität denken!) oder ein Cloud Konto einzurichten. Das setzt natürlich voraus, dass man in regelmässigen Abständen online sein kann und dass man ein Internetpaket hat, das grosse Datenmengen zulässt.

 

Versicherung! 
Niemals ohne Versicherung verreisen! Es ist wahrscheinlich, dass man sie nie gebrauchen wird, aber wenn dann mal was passieren sollte…Besonders wenn man mit einem kleinen Kind reist. Kinder erkälten sich leicht, bekommen Infektionen, können einen Ausschlag beim Spielen im Sand oder Spielplatz bekommen usw. Sie heben Dinge auf, ohne gross drüber nachzudenken oder vorsichtig zu sein. Es ist einfacher, wenn man den lokalen Arzt aufsuchen kann, wenn man selbst nicht weiter weiss oder sich unwohl fühlt. Die Versicherung ist bei so einer langen Reise ein grosser Posten im Reisebudget. Wir können nicht empfehlen hier zu sparen. Die Versicherung deckt nicht nur  Gesundheit, Krankheit, aber auch Überfall, Raub, Unfall und auch ein Selbstrisiko bei der Auto- und Campervanverleih ab. Und wenn ein geliebter Mensch während der Reise daheim sterben sollte, dann wird auch die Heimreise zur Beerdigung bezahlt. Auch im anderem Fall, wenn einem etwas auf der Reise geschehen sollte, kann ein Familienmitglied eingeflogen werden. Wir mussten leider im Fall der Beerdigung auf die Versicherung zurückgreifen und wir hätten es uns nie vergeben, wenn wir dies nicht abgesichert hätten und nicht dabei sein können. Am besten erkundigt man sich bei Reiseanbietern mit welchen Reiseversicherungen sie zusammenarbeiten.

 

Spezielle Tips für Reisen mit Kindern, vor der Reise...

 

Fordert nicht das Schicksal heraus und reist in Länder, in denen es sicher ist
und man sich sicher fühlt und ohne Stress sich aufhalten kann. Vielleicht sollte die Tour nicht gerade durch den südamerikanischen Dschungel oder durch die Zentralafrikanische Republik mit einem kleinen Kind gehen. Garantiert ein spannendes Reiseziel, aber vielleicht nicht gerade für kleine Kinder.

 

Bergwanderungen, Entspannung oder von jedem ein bisschen was? 
Immer daran denken, dass die Kleinen noch nicht so mithalten können, wenn es um lange Wanderungen geht. Wir haben Anton langsam an das Wandern gewöhnt und er geht gerne mit. Natürlich sind es nicht die selben Touren, als wenn wir alleine gehen würden. Immer das bei der Planung im vornherein mit einberechnen. Am besten Touren finden, bei denen für jeden etwas dabei ist. Es sollte immer Zeit sein, etwas zu entdecken und zu spielen.

 

Am besten mit einer „leichten“ Destination beginnen! 
Uns wurde von einem Reiseunternehmen empfohlen unsere Reise in Thailand zu beginnen, bevor es weiter nach Australien gehen sollte. War nicht unsere ursprüngliche Idee. Wir sollten in einem warmen Land mit relativ „geordneten“ Verhältnissen beginnen, bevor es so richtig losgehen sollte. Man sollte sich erst als Familie aneinander gewöhnen und einen neuen Rhythmus während der Reise finden. Also aus einem Rucksack zu leben und sich an vielen unterschiedlichen Orten weit weg von zu Hause befinden. Wir waren drei Wochen im südlichen Thailand, wo wir nichts anders gemacht haben, als uns zu entspannen, zu baden und die Sonne zu geniessen. Das war fantastisch und genau das richtige um eine Weltreise zu starten.
Thailand blog!

Kinderwagen/Buggys! 
Alles ist machbar und alle Fluggesellschaften haben ihre Regeln zur Beförderung von Kinderwägen und Buggys. Wir hatten eine Art „Sportbuggy”, ein Geländebuggy mit grossen Rädern, den man auch über unebenes Gelände schieben konnte. Er war nicht speziell handlich, aber man konnte ihn zusammenklappen und die Räder abnehmen, so dass er ziemlich klein wurde. Viele Male kam es uns vor, als würden wir ihn nutzlos mit uns herumschleppen, aber wenn wir in Städten waren oder fliegen sollten, war er sehr nützlich. Anton konnte nicht immer mit uns Erwachsene mithalten und so war es gut, wenn er in seinen Kinderwagen sitzen konnte. Oft schlief er ein und so konnten wir das für eine gemütliche Stunde in einem Café oder zu einem Museumsbesuch nutzen. Wenn wir flogen, konnten wir ihn fast immer bis mit an das Gate nehmen. Wenn man einen ganz normalen Kinderwagen brauchen sollte, dann sollte man sich erkundigen, ob es ein kleineres Model gibt. Die grossen Kinderwägen, die so modern sind, eignen sich nur für die Großstadt aber nicht in den engen Gassen Bangkoks. Wichtig: Niemals von den Kindern zu viel erwarten. Realistisch bleiben, wie lange sie gehen können. Einfach einen Kinderwagen mitnehmen, wenn man sich nicht ganz sicher ist. Man kann ihn immer noch unterwegs weitergeben. Einen Kinderwagen bewährt sich auch in der Natur! Man muss nicht immer in einer Stadt unterwegs sein. Wichtig sind gute und grosse Gummiräder.

 

Babytragen/Kindersitze! 
Wenn man kleine Kinder hat, dann empfiehlt es sich Babytragen mitzunehmen. Es gibt mittlerweile so viele tolle Ausführungen, auch wenn man nur mir einem Rucksack unterwegs ist. Es gibt auch Ausführungen als Rucksack. Man sollte dann nur daran denken, dass dies ein zusätzlicher Rucksack ist, denn man zum tragen hat. Das kann alles ganz schön viel wiegen. Will man in den Bergen wandern dann sind beide Lösungen optimal. Es empfiehlt sich allerdings weniger Wanderungen, sondern mehr kinderfreundliche Dinge einzuplanen, wenn man als Familie unterwegs ist. Kurze Wanderungen (Halbtagesausflüge) sind absolut machbar!
Reisen mit Kind blog!


Allgemeine Tips während der Reise:

 

Nicht so weit im Voraus planen! 
Wir haben uns ein „Round the World Ticket” gekauft und durch dieses haben wir die Hauptziele festgelegt. Zeit und Datum kann man gegen eine Gebühr ändern. Die Tage und Wochen bis zum Abflugsdatum waren bei uns von Anfang an nicht geplant. Wir haben immer die ersten Nächte gebucht, aber danach waren wir offen für alles. Für uns hat es am besten funktioniert, wenn wir uns während der Tour entscheiden konnten, wo wir haltmachen wollten. Damit haben wir vermieden, dass wir uns stressen liessen, wenn wir ein bestimmtes Tagesziel nicht erreichen konnten. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was für einen die wichtigsten Höhepunkte sind. Natürlich sollte man in Sydney das Opernhaus sehen, wenn man schon mal da ist. Oder die Zwölf Apostel, wenn man schon mal die Great Ocean Road entlang fährt. Aber wenn man sich zu sehr auf spezielle Ziele an einem bestimmten Datum fokussiert, kann man leicht das jetzt und hier aus den Augen verlieren. Das ist auf alle Fälle unsere Erfahrung!  Wir haben nicht lange vor unserer Ankunft in einem neuen Land in Reiseführern gelesen, erst bei unserer Ankunft. Inspiration natürlich gerne im vornherein, aber nicht zu viele Details, die mussten warten! Damit meine ich nicht, dass man sich nicht vorbereiten sollte. Das sollte man natürlich! Aber alles in Massen und nicht unrealistisch mit der Zeitplanung umgehen. Man muss eine Balance finden, die zum Rhythmus der Familie passt.

 

Sicherheit! Daran muss man immer denken! 
Man sollte sich beim Campen in der wilden Natur immer bei den Einheimischen erkundigen. Es kann auch sein, dass man an einer nicht genehmigten Stelle campieren will. Es kann sein, dass es aus unterschiedlichen Gründen gefährlich sein kann. Nachfragen, anstatt selber alles einzuschätzen. Wenn man mit Kindern reist, sollte man extra vorsichtig sein. Auf der anderen Seite sollte man natürlich vermeiden seine Ängste und Phobien auf seine Kinder zu übertragen. Man sollte ihnen erklären, dass sie nicht in Büsche gehen sollten, wenn sich dort Schlangen und ähnliches Getier aufhalten sollte. Man sollte auf keinen Fall zu wagemutig sein! Immer die Kinder im Auge behalten, vor allem wenn man sich an einem Strand aufhält, an dem es Krokodile geben könnte. Generell sollte man immer die Kleinen beaufsichtigen. Kinder sollen sich austoben können. Die Aufgabe der Eltern ist es einzuschreiten, wenn es gefährlich werden könnte. Ein Balanceakt..!

Das Leihen eines Campervan! 
Viele könnten meinen, dass es eine gute Idee ist, alles  lange im vornherein zu buchen, dass kann es tatsächlich manchmal sein. Aber dann wären wir wieder bei der langfristigen Planung…Nach unserer Erfahrung ist es ausreichend ein bis zwei Wochen vorher zu buchen. Wenn man natürlich zur Hauptsaison reist, sieht die Sache wieder anders aus. Überall wurde uns vor Ort eine zusätzliche Versicherung angeboten. Man sollte immer genau durchlesen, was diese abdeckt und mit der eigenen Reiseversicherung vergleichen. Dies ist nämliche eine verbreitete Methode der Verleihfirmen zusätzlich Geld zu verdienen. Aber als derjenige,  der ein Auto/Campervan sich leiht, kann sich so schnell der Preis verdoppeln.

 

Führt ein Tagebuch! 
Während einer Reise gibt es so viele kleine unzählige lustige Situationen, an die man sich gerne erinnern möchte. Auch die weniger positiven Erlebnisse sollte man notieren. Wir haben diese Webseite, die uns hilft uns an alles zu erinnern, was wir erlebt haben, aber trotzdem führen wir ein altmodisches Tagebuch, in dem wir auch alte Eintrittskarten, Flugblätter, Visitenkarten und Zeitungsausschnitte von all den Orten, an denen wir waren, sammeln.

 

Spezielle Tips für Reisen mit Kindern, während der Reise...

 

Langsam reisen! Und nicht zu viel vornehmen! 
Wenn man mit Kindern reist, dann sollte man nicht erwarten, dass man viel in kürzester Zeit schafft. Man sollte darauf eingestellt sein, dass Kinder stehen bleiben, die Welt um sich herum genau ansehen und sich von der kleinsten Kleinigkeit ablenken lassen. Gerade dann, wenn man denkt, man kann gemütlich eine Gasse entlang schlendern und sich vielleicht ein bisschen in einer Buchhandlung, Musikgeschäft o.ä. umsehen können. Dann genau kann es Anton einfallen, dass es noch was interessanteres gibt und dann muss man darauf eingehen. Es kann gut sein, dass wir einen zusätzlichen Tag an einem Ort verbringen, da es dort einen guten Strand, Wandermöglichkeiten oder ähnliches gibt, damit Anton am Strand spielen, Steine sammeln oder auf was er sonst so Lust hat, kann. Wir mussten auch erst herausfinden, was Anton will und Geduld aufbringen auf seine Wünsche einzugehen, aber wir haben uns langsam daran gewöhnt, dass alles immer ein bisschen länger dauert. Wir haben zum Glück von Anfang an viel Zeit für alle Reiseziele eingeplant, damit wir uns nicht gestresst fühlen, da wir langsamer reisen und daher eventuell einige Sachen nicht schaffen werden. Wir versuchten auch nicht zu lange an einem Stück zu fahren, aber machmal lässt es sich nicht vermeiden. Hatten wir einen langen Reisetag, dann versuchten wir es die nächsten Tage es etwas ruhiger anzugehen.

 

Immer zuerst an die Kinder denken! 
Wenn man als Erwachsener zu Hause sitzt und eine Reise plant, in den Reisebüchern schmökert, kann man leicht die Kinder vergessen. Was wollen sie gerne sehen? Gibt es kinderfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten? Gibt es kinderfreundliche Attraktionen? Auch die Erwachsenen sollen zu ihren Recht kommen. Man sollte aber die für Kinder weniger spannenden Museumsbesuche auf ein Minimum reduzieren. Oder einer geht ins Museum und geniesst in aller Ruhe die Ausstellung, während der andere sich auf dem Spielplatz vergnügt. Es ist nicht leicht einen Abend nur alleine zum Essen in ein Restaurant auszugehen. Man kann natürlich ein Kindermädchen suchen, aber wir haben dies nie gemacht. Wir sind lieber im Campervan oder Hotel am Abend geblieben und haben uns dort einen schönen Abend gemacht, während Anton schlief. Ein kleiner Preis, den man bezahlen muss, wenn man auf Weltreise ist. So hat man auch die Möglichkeit, dass sich die Erlebnisse des Tages setzen können und sie in aller Ruhe verdauen kann.

 

Feste Rahmenbedingungen! 
Wir haben für uns herausgefunden, dass das Reisen mit einem Campervan am besten funktioniert. Wir haben festen Rahmenbedingungen, obwohl wir unterwegs sind! Anton weiss immer, wo er schlafen soll und nach einigen Tagen, wenn alle Dinge seinen Platz gefunden haben, haben wir ein gut funktionierende Heim auf vier Rädern. Nicht mit viel Platz! Kinder brauchen feste Rahmenbedingungen und wir drei geniessen es um so mehr, wenn wir ab und zu in einem Hotel übernachten können. Man muss sich auch manchmal ein bisschen Luxus leisten. Das Camperleben ist sehr einfach!

 

Feste Routinen! 
Das ist keine grosse Überraschung für die meisten Eltern. Auch auf einer Weltreise gibt es Schlafenszeiten, Zähne putzen, Morgenroutinen usw. Wenn man an diesen Routinen festhält, hat man ruhigere Kinder und generell bessere Erlebnisse. Man sollte von Anfang an an den üblichen Routinen festhalten, da es keine normale Ferienreise ist, wenn man länger unterwegs ist.

Flüge/Lange Strecken im Auto! 
Anton ist es gewöhnt zu fliegen seit er sechs Wochen alt ist. Das ist immer sehr gut gegangen, aber Kinder sind nun mal unterschiedlich. Gerade bei Start und Landung kann der sich verändernde Luftdruck in der Kabine zu Ohrenschmerzen bei Kindern führen, da sie diesen noch nicht selbst ausgleichen können. Und es ist fast unmöglich ihnen zu erklären, was sie machen können, damit es besser wird. Grimassen schneiden, damit das Kind den Kiefer bewegt. Das hilft! Dann muss man sich natürlich auch um die Unterhaltung kümmern. Die meisten Fluggesellschaften übernehmen das! Für Kinder jeden Alters! Jedes Mal, wenn eine Ansage über die Lautsprecheranlage kommt wird das Unterhaltungssystem unterbrochen und für moderne Kinder ist das sehr störend, denn sie sind es gewöhnt, dass alles „on demand” ist und wenn auch zu dem nicht das läuft, was die Kinder gerne sehen würden. Die Lösung ist auf iPod’s/iPad’s Spiele und Filme für Kinder herunterzuladen. Das kann auch helfen bei Flugangst. Bequeme Kleidung anziehen und für die Erwachsenen die Flugsocken nicht vergessen, damit man keine unruhigen Beine oder Schmerzen hat. Natürlich darf man auch nicht das Lieblingsspielzug vergessen. Es ist schwer Rücksicht auf andere Passagiere zu nehmen, wenn sich das Kind nicht gerne fliegt oder sich zu tote langweilt. Versuchen es ruhig zu nehmen! Man kann sich auf das meiste vorbereiten, auch mental!
 

Viel Spaß beim Reisen!

/Anders

 

Deutsche blogs!