Guide über München

München

München

München, eine Stadt, an der die Meisten nur vorbeirasen, um schnell in den Süden zu gelangen. Aber München ist eine Stadt, die es verdient besucht und erforscht zu werden!

Die Stadt wurde von den Benediktiner Mönchen ca. 1150 gegründet und es wird angenommen, dass der Name von „bei den Mönchen“ abstammt. Heute ist sie in Deutschland die drittgrösste Stadt und die Hauptstadt des Freistaates Bayern. Bayern ist einer der wohlhabendsten Bundesstaaten Deutschlands.

Frauenkirche

Frauenkirche

Bayern ist Sitz vieler bekannter internationaler Konzerne, die man automatisch mit dem Begriff „deutsch“ verbindet. BMW, Audi, Siemens und Bosch sind die meist bekanntesten. In der Umgebung befinden sich viele erfolgreiche Unternehmen, die hauptsächlich im technischen und/oder Ingenieur Bereich tätig sind. In Bayern ist die Arbeitslosigkeitsquote am niedrigsten im bundesweiten Vergleich.

Das dynamische Geschäftsleben mit vielen internationalen Unternehmen lockt viele Menschen aus dem Ausland nach München und fast 25% der Einwohner sind Ausländer oder ausländischer Herkunft. Man kann München gut und gerne als internationale Stadt bezeichnen. 

Die Stadt wird oft im Scherz als die nördlichste Stadt Italiens genannt. Ein guter Indikator dafür ist, das man hier sowohl die italienische Gastfreundschaft kombiniert mit der bekannten deutschen und gründlichen Ordnung vorfinden kann. Und die Tatsache, dass München eine grosse anerkannte Universität vorzuweisen hat, verleiht der Stadt noch mehr Leben und Dynamik. Man fühlt sich in München manchmal wie in einem kleinen Dorf, aber es bietet all die Möglichkeiten einer grossen Metropole. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man über München sagt, dass es das grösste Dorf der Welt ist.

Oktoberfest München

Oktoberfest München

Viele Touristen besuchen alleine nur wegen des jährlichen Oktoberfestes München. Jedes Jahr sind es an die sieben Millionen Touristen, die über die Theresienwiese schlendern und an dem zweiwöchigen Fest teilnehmen. Hier kann man wirklich die süddeutsche Folklore und Tradition erleben. Die Hauptattraktion sind natürlich die Bierzelte. Davon gibt es einige, aber die 14 grössten ziehen die meisten Menschen an. Es können von 5000 bis 7000 Gäste untergebracht werden. Diese riesengrossen Zelte werden von den lokalen Brauereiren betrieben. Viele internationale Brauereien versuchen vergeblich einen Platz auf dem Oktoberfest zu ergattern, aber es ist und bleibt ein lokales Volksfest!

In den letzten zehn Jahren ist es wieder modern geworden in Tracht auf das Oktoberfest zu besuchen. Dirndl für Frauen und Lederhosen für Männer. Es ist was besonderes und gleichzeitig ist Tracht auch eine Geldanlage. Man kann sich arm kaufen, bis man das richtige Outfit zusammen hat.  Auch viele Touristen, vor allem die, die jedes Jahr kommen, haben die komplette Tracht. Aber wenn man nur ein einziges Mal geht, ist „normale Kleidung“ vollkommen in Ordnung. Die Einheimischen erneuern gerne ihre Tracht und jedes Jahr gibt es einen neuen Modetrend, den man auch ausprobieren möchte…

Tatsächlich findet das Oktoberfest nur teilweise im Oktober statt. Es beginnt bereits Mitte September. Ursprünglich wurde es im Oktober abgehalten und war wesentlich kürzer. Die Veranstaltung wurde Jahr zu Jahr größer, mehr Touristen kamen und so beschloss man es zu verlängern und der Beginn wurde auf Mitte September verschoben. Mit dem Hintergedanken dann besseres Wetter zu haben.

Seit meinem ersten Oktoberfest Besuch 2004 war ich jedes Jahr. Wie die meisten Einheimischen gehen wir ein bis zwei Abende, um Freunde in einem der großen Zelten zu treffen. Wir haben auch schon unseren Sohn, natürlich auch in Lederhosen mitgenommen, um so über die Theresienwiese zu schlendern. Das Oktoberfest ist nicht nur ein Bierfest mit betrunkenen Touristen, sondern auch für Familien ausgerichtet, die sich jedes Jahr auf das neue darauf freuen. An den Abenden in den Bierzelten wird man weniger Familien mit Kleinkindern treffen, eher das trinkfreudige Partyvolk. 

Das Oktoberfest ist die größte und wichtigste Einnahmequelle der Stadt, aber es gibt auch viele andere spannende Attraktionen. 

Löwen am Odensplatz

Löwen am Odensplatz

Die Stadt wurde während des 2.Weltkrieges ziemlich zerstört, wurde allerdings mit Respekt für die originale Architektur und Infrastruktur wiederaufgebaut. Natürlich gibt es auch Ausnahmen! Keine Stadt Deutschlands ist nach dem Krieg aus der Asche erstanden ohne architektonische Geschmacksverirrungen und München ist da keine Ausnahme. Nach dem Krieg musste alles schnell und vor allem billig wiederaufgebaut werden. Viel ist nicht mehr von der ursprünglichen Stadtmauer erhalten, aber wenn man sich die Stadtkarte vornimmt, kann man immer noch gut erkennen, wo sie entlanglief. Mein Lieblingsspaziergang beginnt am Sendlinger Tor, eines der noch stehenden Stadttore. Es wurde restauriert und vielmals umgebaut seit es ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet worden ist.

Vom Sendlinger Tor gehe ich gerne entlang der Sendlinger Strasse. Hier liegen auf beiden Seiten eine Unmenge an Geschäften. Die Nummer 62 beherbergt ein fantastisches “Tea House”. Hier kann man so richtig auf Entdeckungsreise gehen und hunderte unterschiedliche Teemischungen entdecken. Es gibt immer Neuheiten, die wirklich überraschen. Auf der Straße Richtung Marienplatz mache ich meist einen kleinen Umweg zum St. Jakobs Platz. Hier befindet sich eines der neuesten Monumente und Kulturzentrum Münchens. Das Jüdische Museum und Kulturzentrum. Das Gebäude ist sehr schön, obwohl es für viele Einheimische zu modern für diese Umgebung ist. Das ist natürlich gut möglich und es kann auch an den massiven Sandstein Mauern liegen, aber für mich senden sie eine warme und freundliche Aura aus. 

Am St. Jakobs Platz liegt auch das Stadtmuseum mit seinem Innenhof, in dem auch ein Café und einer meiner Lieblingsläden, Servus Heimat, liegt. Teilweise ist es ein Museumsladen, aber es gibt es auch eine fantastische Auswahl an tollen Dingen, wie Tischsets, Brotzeitbretter, Geschirr, Tassen, Bücher, T-shirts und so vieles mehr. Hier hat man verstanden das moderne mit dem traditionellen zu kombinieren. Eine ungewöhnliche Auswahl und man muss es mit den eigenen Augen gesehen haben. 

Es geht zurück auf die Sendlinger Strasse und die Tour geht weiter Richtung Marienplatz. Dort liegt das Rathaus und ist auch gleichzeitig der zentrale Platz in München. Hier flaniert man an den klassischen "Must Haves”, die man in jeder Metropole finden kann, wie Abercrombie & Fitch, Starbucks (mittlerweile gibt es einige in der Innenstadt) und Apple Store vorbei. Auch viele internationale Gäste finden den Weg hierher. Und wenn man schon im Starbucks Café neben all den Touristen seinen Kaffee trinkt, kann man leicht ins Gespräch kommen über deren Erfahrung und man kann gute Tipps erhalten. Auch Einheimische verschlägt es hierher.

Anders & Alexandra am Marienplatz, München

Anders & Alexandra am Marienplatz, München

Auf dem Marienplatz findet auch jedes Jahr im Dezember der größte Weihnachtsmarkt, der Christkindl Markt, statt. Hier klicken, um mehr darüber zu lesen Link . Der Marienplatz wird vom Neuen Rathaus dominiert. So brandneu ist es schon lange nicht mehr! 1868 wurde mit dem Bau begonnen und 1909 wurde es fertiggestellt. Den Namen verdankt es dem Alten Rathaus, das sich ebenso am Marienplatz befindet und als Rathaus bis 1874 diente. Jedes für sich gesehen, ist ein fantastischer und obligatorischer Höhepunkt eines jeden Touristen. Wenn man um 11:00, 12:00 oder 17:00 Uhr dort ist, kann man das Glockenspiel am Neuen Rathaus bewundern. Mechanische Figuren tanzen einen traditionellen Tanz, der auch zur Faschingszeit auf dem Marienplatz von richtigen Tänzern aufgeführt wird.  

Gleich ums Eck vom Marienplatz liegt der Viktualienmarkt, der lokale Markt. Heutzutage ein Ort, an dem man alles kaufen, was an Obst-, Gemüse-, Käse-, Fleisch-Leckereien usw. angeboten wird. Ein großer gemütlicher Biergarten lädt zum Verweilen und Ausruhen ein. 

Am Viktualienmarkt liegt auch die Schrannenhalle. Das Gebäude kann bis in das Jahr 1850 zurückdatiert werden und war Münchens erstes Gebäude ganz aus Stahl. Es wurde über die Jahrhunderte von Kriegen und Brand in Leidenschaft gezogen, ist allerdings in neuerer Zeit  wiederauferstanden. Ursprünglich wurde hier der Getreidemarkt der Bauern abgehalten. Die moderne Ausgabe hat neuen Schwung in das Münchner Kulturleben gebracht. Die Halle eröffnete bereits 2005 wieder, musste allerdings nach einigen Jahren wieder schließen. Jetzt ist es wiedereröffnet und zieht viele Leute an. Das Konzept ist ein bisschen schwer zu beschreiben. Eine Mischung aus kleinen feinen Delikatessläden, Küchenutensilien und Kunst. Ebenso kann man sich hier mit Freunden auf ein Glas Wein treffen oder einfach durchflannieren. 

Zurück am Marienplatz kann man entweder in Richtung Kaufinger Strasse zum Karlsplatz (oder Stachus, wie er bei den Münchnern heißt) oder zum Odeonsplatz gehen. Beide Richtungen führen durch die Einkaufsstraßen Münchens. Ich bevorzuge den Spaziergang zum Odeonsplatz.

Es geht über die Weinstrasse und Theatinerstrasse. Hier liegen auch die exklusivsten Geschäfte. Genau dort, wo die Weinstrasse in die Theatinerstrasse übergeht, sollte man nach rechts abbiegen. Hier am Max Josephs-Platz liegt das Nationaltheater und die Oper. Der Beginn der exklusivsten Einkaufsstraße Deutschlands. 

Ich gehe meist weiter bis zum Odeonsplatz zu meiner Lieblingskirche, der Theatinerkirche. Ich bin nicht besonders religiös, aber ich sitze gerne hier und genieße diese unheimliche Stille, die solche Kathedralen ausstrahlen. Das Innere der Kirche ist reich mit biblischen Figuren und Symbolen geschmückt, so wie die meisten katholischen Kirchen, aber es ist besonders, dass sie innen ganz weiß ist. Gerne zünde ich auch eine Kerze in Gedenken an meine Verstorbenen an.

Vom Odensplatz sollte man einen Spaziergang durch den Hofgarten machen, der ein Teil des Residenz ist. Hier kann man auch gut sitzen und die Seele baumeln lassen. Besonders an einem milden Tag. Ich gehe immer gerne durch den Säulengang. Für mich ist diese einzigartig. So etwas habe ich noch nie woanders gesehen.

Theatinerkirche

Theatinerkirche

Auf dem Rückweg zum Marienplatz nehme ich immer Residenzstrasse. Dann komme ich an der Münchener Residenz, den ehemaligen Palast des regierenden Monarchen von Bayern vorbei. Heutzutage beheimatet es ein großes Museum mit einer einzigartigen Sammlung an Möbeln, Kunst und Dekoration der Spätrenaissance, Barock, Rokoko und Neoklassizismus des Landes, wenn nicht sogar der Welt. Einiger der ausgestellten Räume sind fantastisch. Auf dem Weg zur Residenzstrasse kommt man an vier Bronzelöwen vorbei. Man darf nicht vergessen sie an deren Schnauze zu berühren. Einfach es den Einheimischen nachmachen. Sie machen es automatisch, ohne lange darüber nachzudenken. Es bringt Glück! 

Wenn man mehrere Tage in der Stadt ist, dann hat man reichlich Möglichkeit das Münchner Nachtleben zu erforschen. Eine Liste der Empfehlungen ist lang, aber mir gefällt am besten der Stadtteil Schwabing. Hier liegen Hunderte von kleinen Bars, Cafés und Restaurants. Viele sind sehr persönlich und speziell eingerichtet, dass muss man selbst sehen und erleben. Es gibt eine gesunde Mischung aus wohlhabenden und „trendy” Publikum, aber trotzdem ist das Ausgehen in der Stadt ökonomisch überschaubar. 

München ist eine Stadt, die für ihr Bier bekannt ist, somit ist es fast obligatorisch einer der vielen Brauereien zu besuchen. Das Hofbräu mit dem Hofbräuhaus ist das wohl das größte und bekannteste. Das Bier wird mittlerweile außerhalb der Stadt gebraut. Im Hofbräuhaus werden nur noch Gäste mit Essen und Trinken versorgt. Das Bier wird wie auf dem Oktoberfest in Liter Maßkrügen ausgeschenkt. Daher ist es nicht schlimm, wenn man sich nur mit einem begnügt. Von den Einheimischen wird das eine „Maß" genannt. Es gibt viele gute Brauereien in München. Zu diesen gehören auch viele Wirtschaften, die man in der Innenstadt und Umgebung findet und dort werden die traditionellen und deftigen Gerichte serviert, die so typisch für Bayern sind. Die etwas besseren Lokale haben einen Sternekoch angestellt und rangieren auf einen höheren Preis- und Qualitätsniveau. Die Speisekarte wird saisonal angepasst.

Mein Lieblingslokal ist der “Bayerische Donisl” am Marienplatz, allerdings bis Ende 2015 aufgrund einer Totalrenovierung des alten Gebäudes geschlossen. Sonst wäre dieses Lokal ein guter und repräsentativer Ort, um einen Besuch in einer typischen Wirtschaft zu beginnen. Fast in jedem traditionellen Wirtshaus bekommt man gute Hausmannskost mit einem passenden Bier dazu. Das Ganze auch noch zu humanen Preisen. Ein Tipp: Sich nicht von den Kellern verunsichern lassen! Muss wohl Teil des Konzepts sein, dass sie so informell, fast ein bisschen unhöflich und schnell nach der Bestellung wieder den Tisch verlassen. Nicht persönlich nehmen! So ist es nun einmal und diejenigen, die daran gewöhnt sind, amüsiert es nur. 

Wenn man eine Wirtschaft betritt, kann sie auf den ersten Blick voll wirken, da man keine leeren Tische ausmachen kann. Das ist nicht gleichbedeutend, dass es keinen Platz mehr gibt. Es ist normal sich zu einem bereits besetzten Tisch dazu zu setzen. Man muss vorher nur nachfragen, ob die Stühle frei sind. Niemand in München findet so etwas verwunderlich. Eine Unterhaltung mit den Nachbarn ist nicht ausgeschlossen. Was das Trinkgeld betrifft, so rundet man den Betrag auf. 5% sind gut und 10% gibt man nur bei exzellenten Service und wird in der Regel nicht erwartet. 

Münchner Kindl

Münchner Kindl

Wenn man einkaufen geht oder Sehenswürdigkeiten ansieht in München, dies gilt Im übrigen für jede Stadt in Deutschland, dann empfiehlt es sich immer Bargeld bei sich zu haben. Die Deutschen sind keine großen Fans von Kreditkarten. Sie trauen dem ganzen System nicht und diese Einstellung wird sich nicht so schnell ändern. Die Deutschen bezahlen am liebsten Bar und die meisten Geschäfte bieten keine Kreditkartenbezahlung an, da sie die 5% Gebühr für jede Transaktion nicht bezahlen wollen. In den meisten anderen Ländern wird dies als Kundenservice betrachtet und so eine Gebühr wird auf den Verkaufspreis aufgeschlagen. So handhabt man es allerdings nicht in Deutschland. In den meisten Geschäften und Supermärkten werden Kreditkarten angenommen, aber wie sehr sie willkommen sind, kann man sehr gut an dem Gesichtsausdruck der Verkäufer ablesen. Bei großen Beträgen wird sie akzeptiert. Es wird nicht erwartet, dass man mit Geldbündeln umher läuft. Die Deutschen haben ein elektronische Bezahlungssystem, das der dänischen Dankort ähnelt. Hier heißt sie EC Karte. Diese wird in fast jedem Geschäft akzeptiert, aber Touristen besitzen keine. Man sollte immer Bargeld haben, da man nicht erwarten kann, sein Sandwich zu 3€ mit der MasterCard bezahlen zu können. Ich habe mich persönlich schon daran gewöhnt in Deutschland immer Bargeld zu haben. In Dänemark denke ich nie daran, aber in Deutschland habe ich es automatisch. 

Da die Deutschen der elektronischen Bezahlung nicht trauen, kann man überall Geldautomaten finden. Die Allgemeinheit ist auch nicht mit dem Internetbanking vertraut und so kann es am Monatsende zu langen Schlangen an den Bankautomaten kommen. Hier kann man seine Bankgeschäfte regeln und Rechnungen bezahlen. Genauso wie man es zu Hause gemütlich am Computer machen könnte. Aber irgendwie wollen die Deutschen lieber zur Bank gehen und dort in der Schlange stehen. Ich bin mit einer Deutschen verheiratet und habe jahrelang in Deutschland gewohnt, aber ich verstehe es immer noch nicht. In meinen Augen sind die Deutschen die innovativsten Menschen der Welt, aber wenn es um Geldangelegenheiten geht, hinken sie Jahrzehnte hinterher. Wer kann und will das verstehen!? 

Mehr über Deutschland & die Deutschen lesen!

München hat einige interessante Museen zu bieten. Das Deutsches Museum ist das weltgrößte Museum im Bereich Technologie und Wissenschaft. Es liegt auf einer Insel in der Isar, der Fluss, der durch die Stadt fließt. Es werden mehr als 28000 Objekte ausgestellt und es ist unmöglich sich alles an einem nur einzigen Tag anzusehen. Das Museum ist in mehr als 50 unterschiedliche Kategorien im Bereich der Technologie und Wissenschaft aufgeteilt und es ist ratsam sich vorher genau zu überlegen, was man sich ansehen möchte. Ansonsten geht man verloren! 

Olympische Stadt, München

Olympische Stadt, München

Andere sehenswerten Museen sind die Alteund Neue Pinakothek. Hier ist sowohl alte als auch moderne Kunst ausgestellt. Die Liste der Künstler ist lang, darunter befinden sich unter anderem bekannte Namen, wie Da Vinci, Rembrandt und Rubens im alten Teil und im neuen Dali, Picasso, Goya und Warhol. 

Weitere Höhepunkte sind der Olympiapark und das BMW Museum.

Wenn man sich nur ein bisschen mit europäischem Fußball auskennt und überhaupt Interesse daran zeigt, dann kennt man München als Heimat des Fußballteams, nämlich Bayern München. Es ist möglich Karten für ein Spiel kurzfristig zu ergattern, aber bei großen Spielen muss man lang im vornherein Karten kaufen. In der Regel kann meist das Hotel weiterhelfen, in dem man übernachtet oder die Reisegesellschaft. 

Zu allen Jahreszeiten ist ein Besuch in München zu empfehlen, man kann so viel erleben und sehen, wie in keiner anderen Stadt Deutschlands. Egal was für Interessen man hat, sei es Kunst, Shopping, Studentenleben oder gute Restaurants und Cafés, in München kann man alles finden! Ich habe noch nicht erwähnt, dass das Essen und Trinken ein wichtiger Bestandteil der süddeutschen Identität ist. Man interessiert sich, was man zu sich nimmt und man weiß, was gut und was schlecht ist. Die typischen Gerichte sind bei alt und jung beliebt. Für viele Ausländer hat die deutsche Küche das Prädikat „lieblos" erhalten. Das finde ich nicht gerechtfertigt. Die Deutschen sind sehr stolz auf ihre Küche und die Zutaten, die im ganzen Land produziert werden. Man muss nur einen Bauernmarkt besuchen und dann kann man verstehen, was ich meine.

Einige lokale Spezialitäten, die man unbedingt probieren sollte: 

Weisswurst: Eine bleiche, weiße gräuliche Wurst, die aus gehackten Fleisch vom Schwein, Kalb und Ochse hergestellt und mit viel Petersilie und Zitronenpulver gewürzt wird. Sie schmeckt frisch! Früher musste man sie vor den Mittag gegessen haben. Die Kühlmöglichkeiten waren damals noch nicht so gut. Die Würste wurden schnell schlecht. Heutzutage ist das kein Problem mehr, aber aus Tradition sollte man sie vor dem 12 Uhr Läuten essen. Zu der gekochten Wurst isst man typisch eine Breze. Dazu trinkt man ein Weissbier! Genau! Da wird man nicht schräg angesehen, wenn man Alkohol in der Früh trinkt., aber das gilt nur für das Weisswurstfrühstück.

Breze

Breze

Breze: Ein Salzkringel im Durchmesser von ca. 15 cm. Aus Weizenteig, der in eine spezielle Salzlake vor dem Backen getaucht wird. Man kann sie so essen oder mit Butter. Auch als Beilage zu vielen Gerichten eignet sie sich. Die Breze gehört zu München wie das Bier. An jeder Straßenecke kann man einen Bäcker finden, der frisch gebackene Brezn verkauft. Generell gesehen, ist ein frisch gebackenes Brot ein wichtiger Bestandteil der lokalen Kultur. Wie bei der Weisswurst soll die Breze am besten frisch, noch lauwarm, gegessen werden. 

Schweinsbraten: Bei uns in Dänemark haben wir einen ähnlichen Braten, aber die bayerische Version kann sich auch sehen lassen. Er kommt so lange in den Ofen bis das Fleisch fast auseinander fällt und die Kruste knusprig ist. Dazu wird eine Soße serviert, die mit Bier aufgegossen wird, dazu kommen „Knödel”. Aus Kartoffel in Schneeballgröße, aber mein Lieblingsknödel ist, der aus altem Brot gemacht. In jedem bayerischen Wirtshaus steht dieses Gericht zu einem akzeptablen Preis auf der Speisekarte. Keine Ausrede es nicht zu probieren!

Obazda: Ebenso eine Spezialität, die mehr als speziell klingt, als besonders wohlschmeckend. Aber sehr lecker! Gibt es nur in Bayern. Er wird aus Camembert zubereitet, der einen Tag zum Reifen bei Zimmertemperatur liegen sollte. Dann wird mit einer Gabel mit Frischkäse, Butter und Edelsüss Paprika vermischt bis eine dicke cremige Paste entsteht. Um den Geschmack zu verfeinern kann man auch Kümmel hinzufügen. Viele mögen keinen Kümmel, aber ich finde, dass er gut passt, da er nicht den Geschmack dominiert. Typisch wird der Obazda mit normalen Brot serviert, aber für mich gehört eine Breze dazu. Ich verstehe nicht, warum sie nicht automatisch dazu gereicht wird. Ich verstehe auch nicht, wie man überhaupt ohne ihn leben kann!? Wenn man ein Käsefan ist, wird man Obazda lieben. Das kann ich garantieren! 

 

/Anders

Zurück zur Blogübersicht!

Link zu Christkindlmärkte in München