Ausrüstung und Proviant

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Wir haben uns ziemlich viele Gedanken über unsere Ausrüstung und Proviant gemacht, bevor es vor drei Monaten auf unsere grosse Weltreise ging. Und jetzt nach drei Monaten können wir das erste Fazit ziehen, was wir tatsächlich gebrauchen können und was nur Platz im Rucksack wegnimmt. 

Wir haben von Anfang an die wechselnden Jahreszeiten berücksichtigt. So haben einige Sachen erst gar nicht das Tageslicht in Thailand und im nördlichen Australien gesehen, aber jetzt können wir einfach nicht darauf verzichten.  

Vor Beginn unserer Reise wurde uns befohlen, dass wir unsere Sachen in kleine “Taschen” verpacken sollten, damit somit eine gewisse Ordnung herrscht. Soll heissen, dass die Unterwäsche, Socken und die T-Shirts eine eigene Tasche bekommen. Dieser Ratschlage war einer der besten! Praktisch so gut, dass wir unterwegs noch mehr von diesen Taschen gekauft haben, damit wir das nicht mehr notwendige Sommerzeug wegpacken konnten. Zu dem gab es auch noch ein Angebot, so war es nicht schwer zu widerstehen. Es lassen sich so leichter alle Sachen finden, ohne dass man lange in den Rucksäcken herumkramen muss. Die Shorts und Badeklamotten sind jetzt ganz unten in der Tasche verschwunden und kommen erst wieder zum Vorschein, wenn wir in Kalifornien sind.

Packt in kleinen „Zellen”! 

Packt in kleinen „Zellen”! 

Die Regel nur Klamotten für sieben Tage mitzunehmen, hat sich als goldrichtig erwiesen. Einmal die Woche müssen wir auf einem Campingplatz waschen. Alle Plätze, an denen wir bisher waren, gab es immer exzellente Waschbedingungen. Es standen immer Waschmaschinen und Trockner mit einer grossen Füllmenge zur Verfügung. Eine Waschmine kostet im Durchschnitt vier Dollar, sowohl die Waschmaschine als auch der Trockener. Zu Hause würden wir nie auf die Idee kommen einen Trockner zu benutzen, aber es ist einfach eine Sache der Logistik und Zeit. Wir haben einfach nicht die Zeit unsere Wäsche einen oder zwei Tage aufzuhängen und in der Luft trocknen zu lassen. Mit einem Trockner ist die Wäsche ca. eineinhalb Stunden getrocknet und wir sind wieder für eine Woche mit frischen Klamotten versorgt. 

Es hat sich herausgestellt, dass wir auch richtig für Anton gepackt haben. Wie wir, hat er Klamotten für eine Woche. Plus ein Paar extra T-Shirts und extra Unterwäsche - nur sicherheitshalber, falls etwas passieren sollte. Das passiert ja auch ab und zu! Natürlich gab es Fälle, wo wir gezwungen waren vorzeitig waschen, da er draussen gespielt hat und von oben bis unten total verschmutzt war und wir nichts mehr frisches zum Anziehen hatten. Selbst wenn wir mit einem limitierten Budget reisen, soll die Sauberkeit und Ordnung nicht darunter leiden. Wenn es um das Wechseln der Socken geht, nehmen wir es nicht ganz so genau. Sie sind sowie so nicht länger als fünf Minuten sauber!

Ein paar Mal haben wir ganz neue Sachen gekauft. Ich habe einige Kilos verloren, seit ich das letzte Mal Shorts gekauft habe, daher waren die, die ich mitgenommen habe, viel zu gross. Mir ist das gar nicht so aufgefallen, ausser dass sie ein bisschen lockerer sassen. Aber Alexandra bestand darauf das Neue hermüssen. Und es gibt eine Regel, von der wir fast nie abweichen: Wenn wir was neues kaufen, muss was altes dafür weg! Wir haben uns langärmlige, warme T-Shirts für die kälteren Temperaturen gekauft, ohne das dafür etwas altes weg musst. So lange es Platz im Rucksack gibt, ist es auch ok. Ich war auch gezwungen meine Jacke austauschen, da sich herausgestellt hat, dass sie die verkehrte Wahl war. Es war ein Softcell Jacke, die nur wasserdicht bis zu einem gewissen Grad war. Nachdem ich einmal patschnass geworden bin, zum Glück im tropischen Regenwald, wo es nicht kalt war, beschlossen wir, dass ich eine richtige wasserdichte Regenjacke brauchte. So, wie es mir Alexandra schon von Anfang sagte. Gesagt getan! Die neue Jacke ist wesentlich dünner und leichter. Das macht auch platzweise einen Unterschied im Rucksack! Wir haben auch in Thermounterwäsche investiert, damit wir richtig für den australischen Winter ausstaffiert sind. Das war keine Überraschung! Damit haben wir gerechnet. Wir haben auch Merinowolle Socken für die kalte Nächte zum Schlafen gekauft und auch Alexandras Mütze wurde mit einer neuen aus Merinowolle ersetzt.

Jeder von uns hat eine Fleecejacke und eine Wind/Regenjacke, die wirklich dicht ist. Dann noch einen Kapuzenpulli. Wir ziehen uns nach dem Zwiebelprinzip an, und das funktioniert perfekt. Alexandra hat zudem auch noch einen ganz klein zusammengerollten Anorak in ihrem Rucksack, den man gut im Winter in Neuseeland und Nordamerika gebrauchen kann. Sie meint auch, dass Anton und ich eine entsprechende “Aktualisierung” der Wintergarderobe gebrauchen könnten, bevor es zu kalt wird. Vielleicht hat sie ja recht! (Anmerk: Ich habe eigentlich fast immer recht! ;-)) Aber bis jetzt gab es noch keinen Platz im Rucksack und die Zeit wird es zeigen. Auf das waren wir von vornherein eingestellt und wollten uns unterwegs mit dem jeweils notwendigen eindecken. Es wäre auch komisch, wenn es nicht so wäre, wir sind immerhin ein Jahr unterwegs. Das Rote Kreuz in in Sydney hat von uns eine Tüte mit Klamotten erhalten, die wir nicht mehr benötigen. Wir hoffen, dass wir jemanden anderen eine Freude bereiten können. Anmerkung: Inzwischen haben sowohl ich und Anton einen Anorak! Vielen Dank für den Winterschlussverkauf!

Auch in unserer Schuhabteilung gibt es strenge Regeln. Wanderschuhe sind Standardausrüstung für uns alle drei und sie haben sich bewährt. Wenn es warm ist, haben wir hauptsächlich Wandersandalen an. Ich habe sowas vorher noch nie besessen und war dementsprechend skeptisch. In Thailand und die ersten sechs Wochen in Australien hatte ich keine anderen Schuhe als die Wandersandalen an. Ich hatte sie so oft an, dass ich sogar eine kleine Notoperation durchführen musste, da eine Schnalle kaputt ging. Natürlich Mitten im tropischen Regenwald oben in Queensland! Aber mit einer Rolle Packschnur und einem Taschenmesser war der Schaden schnell behoben! Allerdings schon ein wenig ärgerlich, wenn man bedenkt, dass sie nicht gerade billig waren. Aber sich vom anderen Ende der Welt in einem Laden in München zu beschweren, dass ist doch ein wenig zu aufwendig. Was soll das auch bringen?

Darüber hinaus haben wir alle drei Turnschuhe und Flipflops. Alexandra hat ihre ziemlich oft an, auch drinnen im Campervan. Ich dagegen nur, wenn ich an den Strand oder an den Pool gehe. In Thailand hat Anton nette, rote Crocs bekommen. Die mochte er wirklich sehr gerne. Das erste Paar kam ihm nach ein paar Wochen in Bangkok auf einem Spielplatz abhanden. Es war nicht so schlimm, da wir sie sehr billig an einem Stand in Phuket gekauft haben. Anton war allerdings sehr unglücklich und er bekam daher neue und diesmal echte Crocs und damit auch wesentlich teuer. Bis jetzt passt er gut darauf auf!

Die technische Abteilung ist wohl die schwerste Set von unserer Ausstattung. Das schleppe ich in meinem kleinen Rucksack als Handgepäck herum und wird natürlich immer mit an Bord bei den Flügen genommen. Darin befindet sich die Kamera, die Objektive, die Filter und der extra Blitz. Darüber hinaus noch ein extra Harddisk mit 1TB für die Fotos und Backups. Dann haben wir noch ein 11 Zoll MacBook Air. Das ist Apples kleinstes, leichteste und billigste Laptop und es funktioniert einfach wunderbar. Es findet sogar Platz in Alexandras Handtasche. Keine fancy Abendtasche (die sie gar nicht dabei hat), sondern eine ganz normale Tasche. Aber meistens ist es doch in meinem kleinen Rucksack. Dann natürlich noch ein iPad, der gefüllt mit Filmen für Anton und meinen E-Büchern ist. Er ist einfach unverzichtbar! Alexandra hat einen Kindle für ihre E-Bücher. Dann haben jeweils Alexandra und ich ein iPhone. Z.Z. benutzen wir es nicht so richtig, da wir keine australische SIM Karte haben. Wie wir hierher kamen, haben wir versucht mit unserer Umwelt über kostenloses, drahtloses Internet zu kommunizieren. Sowohl die Phones als auch der iPad sind gefüllt mit Programmen, wie Skype, Viber, WhatsApp, Twitter, Facebook u.ä., die es uns möglich machen, mit anderen zu kommunizieren, wenn es eine Internetverbindung gibt. Unsere Familie kann uns natürlich SMS´s schicken, wenn es notwendig ist, da wir immer noch eine europäische SIM Karte haben. 

Musikfanatisch wie ich nun mal bin, habe ich natürlich meinen alten, treuen Begleiter mit dabei. Ein iPod Classic, auf dem meine gesamte Musiksammlung liegt. Der iPod ist mittlerweile sechs Jahre alt und ich hoffe, dass er diese Tour gut übersteht. Wir brauchen ihn jeden Tag, um Musik während der Autofahrt zu hören, oder wenn ich mal nicht einschlafen kann, dann höre ich “De sorte spejdere”. Anton hat auch seinen eigenen iPod (Alexandras alten), auf diesen liegt seine eigene kleine Musiksammlung. Eine Sache, die es beinahe nicht mit auf die Reise geschafft hat, ist mein kleiner JBL Lautsprecher in Federmäppchengrösse. Eigentlich nicht unbedingt notwendig, aber dann doch wieder sehr praktisch, wenn man sich in einem Motel, oder wie in Sydney in einer gemieteten, privaten Wohnung befindet. Wir nehmen ihn ohne Zweifel oft in Gebrauch und jeglicher Gedanken über seinen Nutzen sind dahin. Eine andere Sache, die ein wenig extravagant zum Mitschleppen anmutet, ist das dreibeinige Stativ für meine Kamera. Einfach unverzichtbar bei Zwielicht- und Nachtfotografie. So oft nehme ich es allerdings nicht her, daher kommt es mir vor, als würde es unnötig viel Platz in meinem Gepäck wegnehmen. Aber wenn ich dann die Bilder sehe, bin ich doch richtig froh, es eingepackt zu haben. 

Man könnte behaupten, dass Computer, iPad, Kamera und Handys nach nicht viel klingt, aber jedes einzelnes Gerät braucht eine Art von Ladegerät und/oder einen Transformator und da wir oft mehrere Sachen gleichzeitig aufladen müssen, habe ich eine dreifachfach Steckdose mitgenommen. Zusätzlich noch ein Verlängerungskabel und einen Adapter. Es wird schnell viel und es wiegt auch einiges! In der besonderen kleinen Tasche mit den Ladegeräten liegen extra Kopfhörer, mehrere Adapter und eine Taschenlampe, die ist besonders praktisch, wenn man sich Mitten in der Nacht auf einem Campingplatz auf den Weg zur Toilette machen muss. Darüber hinaus habe ich zwei kleine Leselampen mit einem Klipp gekauft, dass man Abends gemütlich ein Buch lesen kann, ohne dass man den schlafenden Anton stören muss. Das war eine äusserst gute Idee und Investition!

Wir wussten nicht wirklich, ob wir Antons Kinderwagen mitnehmen sollten. Wir hatten natürlich eine geringe Hoffnung, dass er bis zum Zeitpunkt unserer Reise aus ihm herauswachsen sein würde. Aber in Wirklichkeit hat sich herausgestellt, dass es gut war, ihn dabei zu haben. Manchmal ist er ein bisschen schwerfällig und unpraktisch. Oft können wir ihn bei Flügen sogar ganz bis zum Gate mitnehmen und dann einfach dort  zusammenklappen. Also eigentlich nicht so schlimm! So können wir unsere langen Spaziergänge durch die Stadt geniessen und Anton kann seine Beine ein bisschen ausruhen oder ein kleines Mittagsschläfchen halten. Dann heisst es für uns, ab ins Café und in aller Ruhe einen Kaffee und einen Tee geniessen! Wenn wir allerdings auf einer Wandertour in der Natur unterwegs sind, kommt er nicht mit und Anton kann gut einige Kilometer mit uns wandern. Unsere Touren sind dann so geplant, dass er mitgehen kann.

Wenn wir im Campervan unterwegs sind, muss in diesem auch eine entsprechende Ausrüstung vorhanden sein. Wir haben aufblasbare Kopfkissen und Baumwollschlafsäcke dabei, die haben wir noch nicht viel benutzt. Nur Anton hat seinen und das Kopfkissen gebraucht. Alexandras und mein Schlafsack haben wir erst ausgepackt, als wir auf Philip Island waren. Das war ganz praktisch, da wir dann keine Bettwäsche mitnehmen mussten. Die nimmt viel mehr Platz weg, als so ein kleiner zusammengerollter Schlafsack. Die Kopfkissen sind auch noch nicht wirklich in Einsatz gekommen. Es hat sich herausgestellt, dass dies zur Standardausrüstung bei der Campervanleihe gehört. Selbstverständlich gehört sowas auch zu einem Hotel. Auch in der Wohnung in Sydney mussten wir uns nicht darum kümmern. Es wäre allerdings eine Schande sie wegzuwerfen. Unsere Reise ist schliesslich auch noch nicht zu Ende und vielleicht sind sie zu einem anderen Zeitpunkt nützlich. Dagegen kommen unsere Mikrofiber Handtücher häufig in Gebrauch. Sie trocknen sehr effektiv und brauchen nicht lange um wieder zu trocknen. Und wenn sie zusammengepackt sind, nehmen sie fast keinen Platz ein.

Kühlschrank und Proviantbox in unserem ersten Campervan!

Kühlschrank und Proviantbox in unserem ersten Campervan!

Besteck und Kochgeschirr gehören auch zur Standardausrüstung, zu mindestens bei denen, die wir geliehen hatten. In der Regel berechnet für vier Personen. Dann gibt es noch Kochlöffel, Pfannenwender, Töpfe und Pfanne. Wir haben uns selber ein kleines scharfes Küchenmesser gekauft. Nur für den Fall der Fälle, dass das vorhandene Messer nicht scharf genug ist. Im dem grossen Campervan gab es auch eine Mikrowelle, Wasserkocher, Kaffeebereiter und einen Toaster. Das ist wirklich Luxus! In unserem ersten in Queensland hatten wir nicht solche extravagante Sachen. Wir haben die Pfanne zum Brot toasten hergenommen und das Wasser haben wir in einem Topf gekocht. Das ging auch! Eine Mikrowelle haben wir nicht mal zu Hause, deshalb haben wir dafür gar keinen Gebrauch. Ausser als zusätzlichen Stauplatz. 

Der Inhalt unserer Vorratsbox ist variierend und hängt davon ab, wo wir gerade sind. Wir haben immer flüssiges Waschmittel um unsere Klamotten zu waschen. Bei den Lebensmitteln haben wir in der Regel immer Pasta und Reis dabei, erst neulich haben sich da auch Linsen hineingeschmuggelt. Wir versuchen immer bei lokalen Märkten einzukaufen. Tomaten, Karotten und Paprika haben wir immer auf unserer Einkaufsliste.  Plus Zwiebeln, Knoblauch und ein Paar Kartoffeln. Eine Zeitlang kam es mir vor, als würden wir uns nur von Blattsellerie ernähren. Wir essen nicht viel Fleisch. In Queensland war es warm genug, dass wir oft grillen konnten, so haben wir oft Würste, Huhn oder ein einziges Mal Känguru gegrillt. In Südaustralien haben wir ganz wenig Fleisch gegessen. Wir nehmen auch oft zur Essenzubereitung Stir-Fry Sosse und Currypaste (Massaman oder Yellow Curry) her, das sind unsere einzigen Gewürze aus Salz und Pfeffer. Seit wir in Auburn ein lokal produziertes Olivenöl gekauft haben, haben wir es mit dem aus der Spraydose ersetzt. In Australien eine ganz normale Sache. Wir haben es wie gesagt auch ausprobiert und es funktioniert super.   

Dann haben wir natürlich immer Haferflocken für Antons Frühstück dabei und dann muss noch eine Banane hinein gemischt werden. Zu unserem Frühstück gehört selbstverständlich Tee und Kaffee. Zwei unterschiedliche Marmeladen: eine klassische Erdbeere oder Himbeere und mein Lieblingsgeschmack Lemon Curd. Wie gut die erst auf Pfannkuchen schmecken, die es bei uns regelmässig gibt. Sie bestehen aus Mehl, bisschen Backpulver, Eier und Milch. Ich füge immer noch eine Handvoll getrockneter Cranberries dazu. Keinen Zucker! Die Marmelade muss genug sein. Mehr Platz ist da auch nicht  in unserer Vorratsbox!

Unser "Wohnzimmer" auf Ellis Beach, Queensland, Australia

Unser "Wohnzimmer" auf Ellis Beach, Queensland, Australia

In beiden Campervans hatten wir einen Kühlschrank. Dort stehen ab und zu Bierdosen, aber hauptsächlich Milch, Käse, Joghurt, Butter, Eier, Hüttenkäse und Frischkäse. Auch Fleisch, wenn uns danach ist. Gerne auch eine Flasche Wein, besonders wenn wir in einem Weingebiet waren. 

Im Handschuhfach vorne im Camper hatten wir immer für unsere Fahrten verschiedene Müsliriegel. Es ist billiger diese im Supermarkt zu kaufen, als wenn man sie an der Tankstelle kauft, wenn sich der Hunger meldet. Alexandra hat auch immer ein bisschen Obst zur Hand und in Australien haben wir auch die “Scotch Fingers” , eine Art Vanillekeks, entdeckt. Die schmecken uns allen dreien. Die Wasserflaschen sind immer für unsere Fahrt gefühlt.

Was uns wirklich fehlt, ist das gute dänische oder deutsche Brot. Das kann man leider hier in Australien nicht kaufen. Was in den Regalen im Supermarkt liegt, ist meistens ein nur leeres, luftiges Weissbrot. Das macht nicht lange satt! Wir werden meist ungläubig angeschaut, wenn wir versuchen zu erklären, was wir gerne haben wollen. Brot in Australien soll am besten in Toastform sein, damit man es dann auch toasten kann. In Südaustralien kamen wir zufällig an einen guten Bäcker vorbei, der RICHTIGES dänisches Vollkornbrot hatte! Uns sind fast die Tränen gekommen! Wir haben sogar echte Brezn kaufen können. Das war ein denkwürdiger Augenblick! Wir haben immer Brot da, aber es gibt Zeiten, da geniessen wir es mehr als andere. 

Irgendwo in Australien

Irgendwo in Australien

Es ist echt erstaunlich, wie abwechselungsreich man mit einem begrenzten Sortiment kochen kann. Ich habe einmal gelesen, dass eine normale Durchschnittsfamilie an die 30-40 unterschiedliche Produkte für die Vorratskammer oder den Kühlschrank kauft. Wir haben eine noch etwas geringe Auswahl, aber Alexandra ist eine gute Köchin und ich kann mich nie über das Essen beschweren. Es ist auch bemerkenswert, wie geschickt sie die Einkäufe unserem begrenzten Platz anpassen kann, oder wenn wir fliegen oder den Campervan verlassen müssen - es ist nicht viel, was wir dann mitnehmen oder wegwerfen müssen. Unser nächster Flug geht aus Australien raus, daher können wir gar nichts mitnehmen. Wenn wir in Auckland ankommen, müssen wir erneut die Grundausstattung kaufen. Jetzt sind wir aber bereits erfahren und es sollte kein grosses Problem sein.

 

Noch ein paar andere Kleinigkeiten, die wir immer gut gebrauchen können: 

 

Ein Schweizer Taschenmesser, das man als Messer, Schraubenzieher, Korkenzieher, Schere usw. benutzen kann. Es hat seinen festen Platz in unserer Medizintasche gefunden. Da es sich herausgestellt hat, da es dort sein soll, wo es am meisten gebraucht wird. Zum Pflaster schneiden u.ä. Natürlich auch wenn man mal Batterien wechseln muss, oder ein zugeschraubtes Ding oder ein batteriebetriebenes Spielzeug aufzuschrauben muss. Übrigens ist in der Medizintasche ausser Pflaster, Verband und Bandagen, schmerzstillende Medikamente, Nasenspray, Augentropfen, Desinfektionsspray, Medizin gegen Bauchschmerzen, Cremes und Sprays gegen Insektenstiche usw. Alles aus der Apotheke in München und hat zusammen an die 100 Euro gekostet.   

Je ein grosses Halstuch für uns Erwachsene. Kann man auch gut als Sonnenschutz benutzen, wenn Anton sich im Kinderwagen ausruht, oder als Picknickdecke, oder als Schutz gegen eine Abendbrise....unendliche Möglichkeiten!

Kleine wiederverschliessbare Plastikbeutel, die man immer wieder öffnen und schliessen kann. Die kann man wirklich für alles benutzen, sei es für Essen, nasse Klamotten oder wenn die Shampooflasche undicht geworden ist. Dafür sind sie ideal!

Wasserflaschen aus Metal. Sie sind einfach fantastisch und obwohl sie schon einige Kratzer und Schrammen abbekommen haben, halten sie noch immer dicht. 

Karabinerhaken. Diese kann man wunderbar benutzen, um z.B. Wasserflaschen an den kleinen Rucksack, den wir für Ausflüge hernehmen, oder an Antons Kinderwagen zu hängen. Daher haben wir sie in allen möglichen Grössen.

Unser zweiter Campervan für die Tour in Südaustralien! Anton hat oben geschlafen!

Unser zweiter Campervan für die Tour in Südaustralien! Anton hat oben geschlafen!

Beim Rucksackkauf haben wir ein bisschen mehr Geld ausgegeben und diese Entscheidung hat sich als richtig herausgestellt. Mein Rucksack ist z.B. ein Trolley mit Rollen, den man aber auch ganz normal am Rücken tragen kann. Die Schultergurte unserer Rucksäcke sind besonders isoliert, so dass sie nicht in die Schultern schneiden. 

Einen Rat, den wir uns auch zu Herzen nahmen, als wir eine neue kleine Handtasche für Alexandra kauften, in dieser haben wir unsere Pässe und Reisedokumente, plus Wasserflasche, Obst, Kekse usw. Wir haben auch noch einen Sack als Schutz für Alexandras Rucksack gekauft, da dieser einige kleine Aussentaschen hat. Damit niemand so leicht am Flughafen, am Bahnhof usw. auf die Idee kommen sollte etwas schnell hineinzustecken. Ansonsten hat sich dieser Sack auch als praktisch erwiesen, da wir ihn auch zur Aufbewahrung unserer Schlafanzüge, Decken und Kopfkissen usw. benutzen können, wenn wir mit dem Campervan unterwegs sind. So ist schnell alles am Morgen aufgeräumt und wir wissen, wo unsere Sachen sind.

 

Schliesslich und endlich sind da noch ein paar Dinge, die vielleicht ein bisschen komisch klingen, die wir mit uns rumschleppen:

 

Federmäppchen und Notizbücher. Ich führe ein Reisejournal und auch Alexandra schreibt ihre Gedanken und Ideen nieder. Dies hat schon jetzt einen grossen Wert, aber vor allem viel später, wenn wir uns die kleinen Details dieser Reise wieder ins Gedächtnis rufen wollen. Wenn man so wie wir reist, kann man sich einfach nicht an alle lustigen und wichtigen kleinen Details erinnern, ohne dass man sie aufschreibt. Wenn wir ab und zu unsere Notizen durchblättern, dann werden wir an viele kleine Sachen erinnert, die wir jetzt bereits schon vergessen haben. 

Visitenkarten und Sticker mit unserer Webseite und unseren Facebook- und Twitterkonten. Wir benutzen sie einerseits, um auf unsere Webseite aufmerksam zu machen, rein professionell gesehen und auch weil wir sie Menschen geben können, die wir unterwegs treffen und gerne weiter in Kontakt bleiben wollen. Wir brauchen überraschenderweise viele Karten und Sticker, vor allem sind diese praktisch, wenn man z.B. einen Kommentar in einem Gästebuch hinterlassen will. 

Das kann alles ein bisschen umfangreich und unüberschaubar wirken. Aber man sollte nicht vergessen, dass wir nicht alleine auf alles gekommen sind. Wir haben wirklich viele Menschen vor unserer Abreise befragt, sei es Freunde und Bekannte, die viel reisen und sogar Professionelle, die uns alle mit vielen nützlichen Tipps und Ratschlägen behilflich waren. Oft erhielten wir den Rat Dinge mitzunehmen, von denen wir nicht im Traum daran gedacht haben und gar nicht wussten für was sie nützlich sein können. Z.B. Karabinerhaken und in meinem Fall Wandersandalen. So lernt man immer was dazu und das ist das Gute an dieser Reise. 

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/Anders