Es war nicht meine erste Reise nach Australien. Schon mein dritter Besuch! Das ist viel, wenn man bedenkt, dass es ziemlich weit weg von Europa liegt und wie lange es dauert dorthin zu gelangen.

Wie wir begangen unsere Reise rund um die Welt zu planen, waren Australien und Neuseeland ganz klar meine beiden Haupt/Traumziele. Einerseits meinen beiden Jungs zu zeigen, warum mir Australien so gut gefällt, andererseits meine australische Familie zu besuchen. So dass sich alle kennenlernen konnten. 

Bereits nur nach einigen Stunden in Brisbane, unser erster Stop in Australien, haben wir uns beide in dieses Land verliebt. Wir konnten uns sofort vorstellen hier zu wohnen. Ein komisches Gefühl! Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wie dieses Gefühl entstand und wo es herkam. Überall wurden wir mit offenen Armen aufgenommen und es war so einfach mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. So konnten wir einen guten Eindruck gewinnen, wie es hier sein kann, wenn man hier lebt. Draussen, Barbecue, in der Natur und zu unseren Überraschung auch das Campen. Das war ein grosses Abenteuer! Auf den Campinglätzen in Mitten der Natur zu schlafen, an Stränden und unter Sternenhimmel. Die wunderbare Natur und Tiere zu sehen, die man normalerweise nur aus dem Tierpark kennt: Kängurus, Emus und Koalas und das alles ohne Gitter und Käfige. 

Es war für uns das erste Mal, dass wir beim Campen waren und wir konnten vorher auch nicht wissen, ob uns diese Reiseform überhaupt gefällt. Wie wir uns an den geringen Platz gewohnt, alles organisiert und eine Art Routine hatten, war es perfekt! Wir konnten spontan sein!

Die Zeit verflog einfach nur so und die drei Monate waren nicht ausreichend genug, um dieses grosse Land zu erforschen. Wir haben nur einen kleinen Teil gesehen. Queensland mit der schönen Küste und "Hinterland", Sydney, Adelaide plus ein bisschen Südaustraliens Outback und Weinland. Über die “Great Ocean Road” ging die Reise weiter nach Melbourne, wo wir die meiste Zeit in Australien verbrachten. 

Es war wirklich etwas besonderes für drei Wochen an einem Ort zu verweilen. Wir wollten  zur Ruhe kommen, uns entspannen und all die vielen Eindrücke verdauen. Wir wurden auch von einer alten Schulfreundin eingeladen bei ihr ein Wochenende zu verbringen. Wir hatten uns zwar ca. 15 Jahre nicht gesehen, aber unser Aufenthalt war weder merkwürdig noch unangenehm. Wir wurden mit offenen Armen in die Familie mit drei Kindern aufgenommen. Obwohl diese alle wesentlich älter als Anton sind, hatten sie doch Spass miteinander. Ich genoss es besonders zusammen mit Tina in der Küche zu stehen, um die verschiedensten Mahlzeiten zusammen zu zubereiten. Es hat viel Spass gemacht und wir arbeiteten sehr gut zusammen! Das war genau das Richtige für mich! Ich koche wirklich gerne und Tinas Küche ist eine super gemütliche und gut eingerichtete “Werkstatt”!

Die restliche Zeit in Melbourne verbrachten wir bei Erich und seiner Familie. Erich ist mein Cousin - das ist die kurze Erklärung! Hier kann man mehr darüber lesen, “Wie ich meinen australischen Cousin traf”. Anton konnte mit einer Rasselbande von drei fast gleichaltrigen Kindern zusammen spielen. Da war was los! Hör mir auf! Jeden Abend wenn alle Kinder im Bett waren, war es auf einmal sehr ruhig und wir Erwachsene konnten uns unterhalten. Erich und ich hatten viele Gespräche über unsere Familiengeschichte und wie diese zusammenhängt. Er ist geboren und aufgewachsen in Australien. Seine Eltern sind von München nach Melbourne ausgewandert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er sehr an der Familiengeschichte interessiert ist. Wir sahen uns gemeinsam viele alte Dokumente an. Er hat sogar einen Ahnenforscher eingesetzt. Ich kann überhaupt nicht so ein tiefes Bedürfnis nachvollziehen, dass man seine Wurzeln finden muss. Ich hatte alles immer direkt vor meiner Nase. Ich weiss woher ich komme und bin mit meinen zwei Grossmüttern aufgewachsen. Beide haben mir viel über ihre Vergangenheit erzählt. Ich wünschte nur, ich hätte ab und zu besser zugehört. 

Frage zum Schluss: Kann ich mir vorstellen wiederzukommen? JA! Diesen Mal mit einem Allrad und einen Camping Trailer für ein richtiges Outdoor Abenteuer! Vielleicht auch zu einer anderen Jahreszeit, um noch ein bisschen mehr Sonne zu tanken.

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/Alexandra

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