Bereits eine sehr lange Zeit war Neuseeland mein Traumreiseland. Bei der Ankunft und zu Beginn unserer Reise in diesem Land war ich, ehrlich gesagt, ein bisschen enttäuscht. Ich habe keine Ahnung und keine exakte Erklärung, warum es so war. Ein Grund kann natürlich sein, dass es jedes Land, dass wir nach Australien bereisten, es schwer hatte damit zu konkurrieren. Ich liebe Australien einfach! Aber nach und nach kam Neuseeland zu seinem Recht und ich verliebte mich langsam.  

Neuseeland, das Land des “Herrn der Ringe" und des "Hobbits". Ich habe alle Bücher gelesen, obwohl ich kein wirklich begeisterter Fan dieser Art von Fantasiegeschichten bin. Ironischerweise las ich sie an den sonnigen Stränden Australiens vor vielen Jahren und ich kämpfte mich langsam Seite um Seite durch diese dunkle Welt. Nur einen Film des “Herrn der Ringe” habe ich im Kino gesehen. Das war es dann auch! Ich war davon überzeugt, dass ich jetzt genügend Einsatz gezeigt habe und ich jetzt von dieser Welt endgültig befreit war. Nein, lustigerweise ist Anders ein Fan! Nach einem Besuch in "Hobbiton" in Matamata und der wunderbaren Natur um den Lake Taupo herum fing ich an diese Geschichte mehr wertzuschätzen. Wir begannen die “Herr der Ringe” Filme am Abend anzusehen und es dauerte wirklich lange bis wir sie zu Ende gesehen haben. Ich konnte mich nur 20 Minuten konzentrieren, bevor ich einschlief. Und wenn dann noch Drachen auftauchen, dann ist es einfach vorbei mit meiner Aufmerksamkeit!

Neuseeland ist ausserdem ein Wanderparadies! Dort gibt es Wandertouren nach jedem Geschmack, Fitnessgrad und Alter. Ich konnte meine Begeisterung für das Wandern ausleben. Anton hat sich sogar zu einem richtig kleinen Wandervogel entwickelt. Er kann gut bei Touren bis zu 5 km mithalten. Das hängt natürlich auch von seiner Tagesstimmung ab. Oft musste ich an meinen Mutter denken, ihr würde Neuseeland sehr gut gefallen. Sie ist ein passionierter Wanderer. Nächstes Mal muss sie mit!

Meine Lieblingsorte sind Queenstown, Oamaru und Wellington. Queenstown und die kleine Schwester Wanaka erinnern mich so ein bisschen an einen österreichischen Skiort mit den vielen kleinen Cafés, Restaurants und Geschäften. Eine gemütliche Stadt, die zum Hierbleiben, Entspannen, Umsehen und Wandern einlädt. Umgeben von Bergen, an einem See gelegen, es kann einfach nicht malerischer werden! Wir waren dort sogar zweimal! An einem anderen Ort, an dem wir mehr als zweimal waren, ist Oamaru! Warum? Die Stadt Oamaru ist was Besonderes und aus Sandstein erbaut und es existiert immer noch ein alter Stadtkern. Dort liegt auch unser absoluter Lieblingscampingsplatz, Waitiki Waters (http://www.campingoamaru.co.nz). Ein gemütliche und gepflegte Anlage mit einem super freundlichen Eigentümer. In der Nähe liegt auch ein kleines Paradies für Gourmets und eine Spieloase für Kinder. The Riverstone Kitchen (http://www.riverstonekitchen.co.nz) ist ein preisgekröntes Restaurant mit einem riesigen Spielplatz, mit einer grossen Spielburg und einen Laden für Accessoires. Alles umgeben von Pflanzen und Kräutern, die in der eigenen Küche verarbeitet werden. Dort verbrachten wir viele gemütliche Stunden, sei es auf dem Spielplatz oder im Restaurant. Endlich konnten wir uns mal wieder als Paar fühlen, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick. Wellington hat uns besser gefallen als Auckland. Wenn man in Kopenhagen gewohnt hat, dann sollte man eigentlich an einen konstanten Wind gewohnt sein. Das sollte man zu mindestens glauben! Aber Wellington kann es noch toppen! Eine gemütliche Stadt teilweise in den Bergen, teilweise am Wasser gelegen, mit vielen Cafés, Restaurants, einer schönen Hafenpromenade mit freiem WIFI, einem Farmers Market und dem Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa (http://www.tepapa.govt.nz/pages/default.aspx). Dort verbrachten wir viele Stunden in Cafés, mit Lebensmitteln einkaufen auf dem Farmers Market, Livemusik an der Hafenfront hören und uns schlau zu machen über den Riesentintenfisch im Museum. 

Frage zu letzt: Könnte ich mir vorstellen hier zu wohnen? Auf jeden Fall, ABER nur mit einem festen Einkommen. Einer Arbeit! Selbst wenn wir fast alles in Neuseeland gesehen haben, wäre es interessant herauszufinden, wie es hier so ist zu wohnen, mit einem normalen Alltag, mit all seinen Vor- und Nachteilen. 

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/Alexandra

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