Was hat mir am besten an unserem Aufenthalt in Thailand gefallen? Es war so, wie ich es  früher von unseren Familienreisen gewöhnt war. Diese waren meist Pauschalreisen bei denen alles im vornherein organisiert war: Retourflug, Busfahrt zum Hotel und zurück zum Flughafen und Hotel mit Verpflegung. Ein richtiger “Sonne, Strand und Meer” Urlaub. Ein sorgenfreies Paket mit Zeit zum Sandburgen bauen, am Strand und im Wasser herumhüpfen, Bücher lesen, am Strand spazieren gehen, Shopping Touren, zusammen essen, Rummy und Canasta spielen, schlafen, schlafen, schlafen... Natürlich auch mit meinen Eltern und meiner Schwester zusammen sein. Der einzige Unterschied diesmal war, dass wir das Paket selber zusammen schnürten. Aber unser Urlaubsort selber ähnelte so vielen, die ich auch aus meiner Kindheit mit meinen Eltern kenne: Türkei, Italien, Spanien... aber diesmal waren dort nicht nur Deutsche, sondern ein Haufen Dänen und unendliche viele Russen.  

In Thailand haben wir den ersten Eindruck erhalten, wie es sein kann, wenn man rund um die Uhr zusammen ist, und so herauszufinden kann, was wichtig für uns als Familie ist. Das ist z.B. ein ziemlich grosses Zimmer. Ein Kinderbett für Anton, da er zu diesem Zeitpunkt noch keine drei Jahre alt war. Ein Balkon oder ein Plätzchen vor unserem Zimmer, um dort an den Abenden zu sitzen mit einem Bier, Bücher, Computer und einer guter Unterhaltung. Für uns moderne Reisende, Internet Junkies und Blogger ist außerdem eine gute stabile Internetverbindung sehr wichtig. Es ist auch hilfreich, wenn die Hotelbar in Reichweite ist, wenn man keine kühlenden Getränke mehr hat.  

Das Beste in Thailand ist ohne Zweifel das Essen. Vor unserer Reise habe ich schon gerne des öfteren thailändisch gekocht. Aber im Land selber schmeckt es doch etwas anders. Die Zutaten sind ganz frisch und selbst die Zubereitung unterscheidet sich ein bisschen. Früchte, wie Ananas, Melone, Mango schmecken besser, weil sie reifer, duftender und fruchtiger sind. Lecker! Himmlisch! Man kann es überhaupt nicht mit dem Obst vergleichen, das man zu Hause kaufen kann. Da wird man nur enttäuscht!

Als ein typisches Mädl aus München mag ich total gerne Meer und Strand. Man will immer das haben, was man nicht bekommen kann. Hier kam ich auf meine Kosten! Für Anders sind es dagegen die Berge.

In Thailand herrschte eine hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit, obwohl wir uns schon in der Nebensaison befanden. Das richtige Klima für Antons und meine sensible Haut. Wir schwitzten, wie Schweine! Wir brauchten keine Bodylotion oder ähnliches. Für mich war es sinnlos Make-up aufzutragen, da es nie dort blieb, wo es sein sollte. Es lief einfach herunter! Anders musste sich mit meiner natürlichen Schönheit begnügen.

Die Thais sind sehr freundlich, sie mögen offensichtlich Kinder und darüber hinaus versuchen sie alles mögliche zu verkaufen. Das kann so richtig nervig werden, je länger man bleibt. Denn dann kann man wesentlich besser die Preise, die Qualität und das Angebot beurteilten. Manchmal fühlt man sich über den Tisch gezogen. Es dreht sich um keine grossen Beträge, aber es geht einfach um das Prinzip. 

Ich kam zu meinen heissgeliebten lange Spaziergänge am Strand. Dabei konnte ich andere Nationalitäten beobachten, wie sie sich im Urlaub verhalten und konnte Stereotypen ausmachen. Ich liebe es einfach Menschen zu beobachten! Echt spannend!

Wir, als Familie konnten ein bisschen herunterkommen nach all den Monaten der Planung, unendlich vielen Gedanken und Abschied von zwei Heimen, zwei Städten, Familie und Freunden. Jetzt waren es nur noch wir alleine, threeonthego. Was zu diesem Zeitpunkt nur eine wage Vorstellung war, was sich daraus entwickeln konnte, aber das Ziel war von Anfang an klar. Wir genossen die Sonne, den Strand und die Zeit zusammen. Das Gehirn konnte Ruhe und Frieden finden, als Vorbereitung auf unsere lange bevorstehende Reise. Wir konnten unsere Bedenken und unser altes Leben auf die Seite legen und ein neues Kapitel in unseren Leben beginnen. 

Frage zuletzt: Kann ich mir vorstellen nach Thailand zurück zu kommen? Ja, auf jeden Fall. Vielleicht beim nächsten Mal eine mehr abenteuerliche Tour mit Inselhopping, mit mehr Massagen und Kochkursen.

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/Alexandra

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